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Di, 12. August 2014, 08:00

Software::Grafik

Khronos kündigt Next-Gen-Version von OpenGL an

Die Khronos Group, das Industriekonsortium hinter dem Standard für die plattform- und programmiersprachenunabhängige 3D-Grafik-Entwicklung, hat angekündigt, eine Next-Gen-Version von OpenGL entwickeln zu wollen. Darüber hinaus wurde die Version 4.5 veröffentlicht.

opengl.org

OpenGL ist eine seit 1992 entwickelte und vor allem im professionellen Umfeld weitverbreitete Programmierschnittstelle für zwei- und dreidimensionale Grafik. Im Gegensatz beispielsweise zu Direct3D von Microsoft ist sie plattformunabhängig und ein Industriestandard. Um sie nun auch an die Bedürfnisse moderner Anwendungen anzupassen, hat das Industriekonsortium hinter der Schnittstelle angekündigt, sie nun vom Grund auf modernisieren zu wollen.

So soll mithilfe der Branche eine nächste Generation von OpenGL entstehen, die Grafikberechnungen auf moderner Hardware effizienter durchführt. Dazu hat Khronos interessierte Firmen aufgerufen, sich an dem Entstehungsprozess der neuen Generation zu beteiligen. Mitmachen können alle Unternehmen, die sich imstande sehen, Verbesserungen zu OpenGL beizutragen.

Erste Ziele der neuen Version sind bereits bekannt. So soll die nächste Generation von OpenGL unter anderem besser mit Multithreading klarkommen. Als Folge erhofft man sich unter anderem weniger Overhead und eine deutlich höhere Leistung. In diesem Zusammenhang wird die kommende Generation aller Voraussicht nach auch eine gemeinsame Programmiersprache für die Shader erhalten. Zudem plant das Konsortium, den Entwicklern deutlich mehr Kontrolle über die GPU und CPU zu geben.

Es ist keine Überraschung, dass die Next-Gen-Version von OpenGL auch den Treiber-Overhead reduzieren will. Erste Ideen dazu hatten AMD und Nvidia bereits in ihren Produkten verwirklicht. Doch auch Microsoft, das nicht zum Khronos-Konsortium gehört, plant mit dem hauseigenen Direct3D 12 näher an der Hardware zu arbeiten. Im Gegensatz zu Dirtect3D wird die neue Generation von OpenGL allerdings weniger herstellerspezifisch ausfallen.

Während mit der Next-Gen-Version die Zukunft von OpenGL umrissen werden soll, steht mit der neuen Version 4.5 eine aktualisierte Variante des Standards zum Bezug bereit. Die neue Version führt zahlreiche neue Funktionen ein, die vor allem das Leben von Entwicklern erleichtern und die Geschwindigkeit von OpenGL-Anwendungen verbessern sollen. Die wohl größte Neuerung der Version 4.5 stellt dabei Direct State Access (DSA) dar. DSA erlaubt es Entwicklern, Werte an Objekte zu übergeben, ohne dass sie zuvor aktiviert werden müssten. Zwar war die Erweiterung bereits seit geraumer Zeit verfügbar, doch wurde sie erst mit der neuen Version zum Standard erklärt.

Zu den weiteren Neuerungen von OpenGL 4.5 gehören ferner Verbesserungen an Mechanismen, wie Kommandos an die Hardware geschickt werden, was unter anderem der Geschwindigkeit und der Stabilität zuträglich sein soll. Neu sind zudem diverse Emulationsfunktionen für DirectX-11-Anwendungen. Eine Liste der Neuerungen kann der Ankündigung der neuen Version und der Spezifikation selbst entnommen werden.

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