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Mi, 13. August 2014, 08:55

Gesellschaft::Politik/Recht

Linux-Migration der Stadtverwaltung Gummersbach abgeschlossen

Die seit einigen Jahren laufende Migration von Windows XP auf Linux der Stadtverwaltung Gummersbach ist seit einigen Wochen abgeschlossen.

Gummersbach ist eine Stadt im Oberbergischen Kreis mit ca. 50.000 Einwohnern. Angeschlossen an die gemeinsame kommunale Datenzentrale in Siegburg (Civitec) werden vor Ort ca. 325 Arbeitsplätze betreut. Bis zum Beginn der Migration wurden auf den PC-gestützten Arbeitsplätzen Windows XP und Office XP eingesetzt, doch aufgrund des veralteten PC-Bestandes und einem möglichen Betriebssystemwechsel hätten neben dem Austausch des gesamten PC-Bestandes auch neue Microsoft-Lizenzen für Betriebssystem und Office-Produkte beschafft werden müssen. Der Verwaltungsvorstand stimmte deshalb der Migration von Windows zu Linux-Desktops und dem Einsatz von Thin-Clients zu. Mitte 2011 hatte die Stadt ca. 70% der Arbeitsplätze umgestellt. Nun kann Gummersbach den Abschluss der Migration vermelden.

Die neue IT-Architektur sieht vor, dass mittels Fujitsu Futro Thin Clients per XDMCP eine Sitzung zu einem Suse Linux-Terminal-Server-Cluster im HA-Verbund aufgebaut wird. Als Desktop wird Mate eingesetzt. Neben LibreOffice als Office-Suite wird für die E-Mail und Kalenderverwaltung OpenXchange 6 per Web-Frontend eingesetzt. Zudem kommt in einigen Fachbereichen der von der Stadt München entwickelte WollMux zum Einsatz. Weiterhin erforderliche Windows-Fachanwendungen werden den Linux-Desktops von zwei Citrix-Servern, die unter VMware betrieben werden, zur Verfügung gestellt.

300 Arbeitsplätze wurden somit in den letzten Jahren migriert. Lediglich 25 Arbeitsplätze werden weiterhin unter Windows 7 betrieben. Als Grund nannten die Verantwortlichen der Stadt gegenüber Pro-Linux, dass es sich dabei um den CAD-Bereich und Arbeitsplätze im Bürger-Service handelt, deren Fachanwendung spezielle zusätzliche Hardware und Windows-Treiber erfordert.

Im Rahmen der Migration konnte aufgrund des verringerten Administrationsaufwands der Personalbestand um eine Stelle reduziert werden, sodass derzeit drei Mitarbeiter die gesamte IT vor Ort betreuen. Ferner konnten laut Aussage der Beteiligten durch die Migration zunächst investive Kosten im mittleren 5-stelligen Bereich eingespart werden. Durch die lange Nutzungsdauer der Thin Clients sowie der entfallenen Microsoft-Lizenzen wird zudem in den Folgejahren ein verminderter Mitteleinsatz angenommen.

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