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Do, 18. September 2014, 11:28

Software::Virtualisierung

Proxmox Virtual Environment 3.3 erschienen

Die Virtualisierungs-Plattform Proxmox VE wurde in Version 3.3 veröffentlicht. Neu in dieser Version sind unter anderem ein ZFS-Plugin, eine HTML4-Konsole und erhöhte Sicherheit.

Weboberfläche von Proxmox VE

proxmox.com

Weboberfläche von Proxmox VE

Proxmox Virtual Environment (Proxmox VE) ist eine freie Virtualisierungsplattform, die die Linux-Hypervisor-Technologie KVM und die virtuelle Container-Technologie OpenVZ miteinander kombiniert und die Bildung von hochverfügbaren Clustern ermöglicht. Proxmox VE ist unter der GNU Affero General Public License 3 (AGPL v3) lizenziert und wird maßgeblich von der Wiener Proxmox Server Solutions GmbH entwickelt.

Proxmox VE 3.3 kommt ein halbes Jahr nach Version 3.2 mit zahlreichen Neuerungen. Als wichtigste davon bezeichnet der Hersteller die Proxmox VE Firewall. Diese auf iptables beruhende Firewall hat die Besonderheit, dass sie auf allen Knoten des Clusters läuft und die virtuellen Maschinen vollständig voneinander isoliert. Sie ist nach Herstellerangaben vollständig in die Weboberfläche integriert. Benutzer können Regeln für alle Knoten, den Cluster, virtuelle Maschinen und Container definieren. Um diese Regeln einfach zu halten, bietet die Firewall Makros, Sicherheitsgruppen, IP-Mengen und Aliase an.

Die Entwickler integrierten ferner die Möglichkeit einer Zweifaktor-Authentifikation. So ist mit Version 3.3 auch das Login mit einem Einmalpasswort (OTP) möglich, was für alle Authentifikationsmethoden einschließlich LDAP und Active Directory funktionieren soll. Für diese Funktionalität kann man entweder den YubiKey von Yubico oder Zeitbasierte Einmalpasswörter mit OATH nutzen.

Die neue HTML5-Konsole (noVNC) wurde in Proxmox VE 3.3 zur Standardeinstellung gemacht. Sie funktioniert auf jeder Plattform einschließlich Mobilgeräten und ist ein Ersatz für das Java-Plugin oder den SPICE-Viewer. Daneben wurden in Proxmox VE 3.3 viele Pakete aktualisiert.

Zusätzlich zur Weboberfläche gibt es jetzt Proxmox VE Mobile, eine für Touchscreens ausgelegte Oberfläche, die besonders für Mobilgeräte geeignet ist, speziell Smartphones und Tablets. Es handelt sich nach Angaben von Proxmox um eine HTML5-App, die mit Sencha Touch erstellt wurde und nichts weiter als einen modernen Browser benötigt. Proxmox VE Mobile enthält die wichtigsten Funktionen, um die Virtualisierung zu verwalten, und enthält die HTML5- und die SPICE-Konsole. Es ist, wie Proxmox schreibt, als Unterstützung für den Admin gedacht, kann aber die vollständige Oberfläche nicht ersetzen. Proxmox VE Mobile unterstützt auch die Zweifaktor-Authentifikation beispielsweise mit einem YubiKey mit NFC.

Proxmox VE 3.3 steht als freier Download zur Verfügung. Ohne Support-Vertrag kann man lediglich auf die Unterstützung durch die nicht gerade kleine Gemeinschaft hoffen. Firmenkunden können kommerziellen Support je nach Leistungsumfang zwischen 50 und 796 Euro pro Jahr und CPU-Sockel abonnieren.

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