Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Fr, 19. September 2014, 13:47

Gemeinschaft::Personen

Larry Ellison tritt als Geschäftsführer von Oracle zurück

Ellison, der seit der Gründung des Unternehmens Oracle im Jahr 1977 ununterbrochen als CEO im Amt war, tritt kurz nach seinem 70. Geburtstag von diesem Amt zurück. An der Spitze des Unternehmens ändert sich dadurch jedoch wenig.

Larry Ellison 2013

Oracle

Larry Ellison 2013

Eine Ära geht mit Ellisons Rücktritt zu Ende. Das von ihm mitbegründete Unternehmen wuchs zu einem der größten Softwarehersteller weltweit und machte ihn zu einem der reichsten Männer der Welt. Sein Rücktritt als CEO bringt jedoch weniger Veränderung, als anzunehmen ist. Ellison übernimmt den Vorsitz des Verwaltungsrates, der seit zehn Jahren als Vorsitzender fungierende Jeff Henley muss einen Rang zurücktreten und wird Ellisons Vize im Vorstand.

Zudem hat Ellison offiziell eine Stelle als technischer Leiter (CTO) geschaffen, die er ab sofort übernimmt. Diesen Job hatte er in der Vergangenheit als CEO bereits ausgefüllt. Seine Stelle als CEO wird von beiden Top-Angestellten Mark Hurd und Safra Catz übernommen. Hurd war bereits CEO bei HP, bevor er 2010 zu Oracle wechselte und dort das Tagesgeschäft übernahm. Catz leitet schon lange das Finanzressort.

Als Gründe für seine Entscheidung führte Ellison in einem Telefonat mit Analysten an, die beiden neuen Geschäftsführer hätten diesen Titel jetzt verdient. Man werde weiter als Trio zusammenarbeiten. Der einzige Unterschied sei, dass die beiden Geschäftsführer nun nicht mehr ihm persönlich, sondern dem Vorstand berichten.

Oracle wuchs über die Jahrzehnte durch viele Übernahmen, die nicht immer freundlich waren. So sorgte die feindliche Übernahmeschlacht des 2004 für 10,3 Mrd. US-Dollar übernommenen Rivalen PeopleSoft für viele Schlagzeilen. Mit der Übernahme von Sun Microsystems im Jahr 2010 für 7,4 Mrd. US-Dollar fielen MySQL, Java, OpenOffice.org und das Unix-Betriebssystem Solaris an Oracle. In der Linux-Gemeinschaft machte sich Oracle mit der Handhabung der übernommenen freien Software in der Folgezeit wenig Freunde. Es kam zur Gründung von MariaDB als Alternative zu MySQL, ebenso entstand aus Unzufriedenheit mit Oracles Lizenz- und Entwicklerpolitik die Document Foundation, die mit LibreOffice eine Abspaltung von OpenOffice.org auflegte. OpenOffice wurde in der Folge 2001 von Oracle an die Apache Foundation übergeben, wo es heute entwickelt wird.

Werbung
Kommentare (Insgesamt: 7 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: anonymer.root@gmail.com (Raubkasino, So, 21. September 2014)
Re: anonymer.root@gmail.com (Wurzel_x, Sa, 20. September 2014)
Re[2]: anonymer.root@gmail.com (neugier .., Sa, 20. September 2014)
Re: anonymer.root@gmail.com (Anonymous, Fr, 19. September 2014)
Re: anonymer.root@gmail.com (peter., Fr, 19. September 2014)
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung