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Do, 2. Oktober 2014, 10:24

Software::Systemverwaltung

CUPS 2.0 und 15-jähriges Jubiläum

Das unter Linux, Unix und Mac OS X genutzte Drucksystem CUPS wurde in Version 2.0 veröffentlicht. Zugleich kann CUPS seinen 15-jähriges Bestehen feiern.

Mirko Lindner

CUPS (Common UNIX Printing System) wurde von der Firma Easy Software entwickelt. Das Drucksystem wurde längst zum Standard bei vielen Linux-Distributionen und einigen UNIX-Systemen, da es unter anderem das Internet Printing Protocol (IPP) unterstützt und alle Fähigkeiten der Drucker nutzen kann. Seit Februar 2007 ist Apple im Besitz von CUPS und Arbeitgeber des Hauptentwicklers von CUPS, Michael Sweet. Bei Apple wird CUPS unter einer freien Lizenz weiterentwickelt. Linux-spezifische Teile von CUPS werden allerdings spätestens seit 2012 in anderen Projekten unter dem Dach von OpenPrinting weiter gepflegt.

Jetzt sind genau 15 Jahre vergangen, seit CUPS 1.0 veröffentlicht wurde. Michael Sweet verweist darauf, wie viel sich in dieser Zeit geändert hat. Das Drucksystem beruht nicht mehr auf PostScript, sondern auf PDF. WLAN und Mobilgeräte sind weit verbreitet, vor 15 Jahren waren sie praktisch nicht existent. Druckertreiber sind nicht mehr erwünscht. Stattdessen wird erwartet, dass die Drucker Standardprotokolle und Standardformate unterstützen und eine Ausgabequalität aufweisen, die vor 15 Jahren undenkbar war.

Genau zum Jubiläum und gut zwei Jahre nach der Version 1.6 ist zudem CUPS 2.0.0 erschienen. Die neue Version bringt gegenüber Version 1.6 zahlreiche neue Funktionen und größere Änderungen, aber auch einige Korrekturen. Das ippserver-Testprogramm besteht jetzt die Selbstzertifizierungstests für »IPP Everywhere«. Die Log- und Konfigurationsdateien sind wieder über die Weboberfläche zugänglich, nachdem Probleme mit den Zugriffsrechten gelöst wurden. Die Berechtigungen von erzeugten PPD-Dateien können mit der Direktive ConfigFilePerm festgelegt werden.

Das Programm cupsfilter erhielt die Option --list-filters. Unterstützung für das Starten über Systemd wurde hinzugefügt. Der Daemon überprüft jetzt Zertifikate, wenn er über TLS betrieben wird, und vergibt Zugriffsrechte anhand von Richtlinien. Statt OpenSSL wird jetzt GNU TLS verwendet. Das Programm ipptool wurde um zahlreiche Funktionen erweitert. Die Unterstützung für AIX, HP-UX und OSF/1 wurde ebenso gestrichen wie einige weitere veraltete Optionen. Für CUPS 2.0 wurden auch die Dokumentation und zahlreiche Übersetzungen aktualisiert.

CUPS 2.0 steht im Quellcode zum Download bereit. Anleitungen zum Zugriff auf das Git-System der Entwickler und zum Erstellen von RPM-Paketen sind vorhanden. Die Lizenz ist weiterhin die GPLv2 und LGPLv2 mit einigen zusätzlichen Rechten. Die Zusätze ermöglichen die Verwendung mit Mac OS X.

Die nächste Version von CUPS wird der Roadmap zufolge 2.1 sein, für das bereits zehn neue Funktionen geplant sind. CUPS 2.1 wird wohl nicht vor Juni 2015 erscheinen.

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