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Fr, 17. Oktober 2014, 09:47

Software::Cloud

OpenStack Juno erschienen

Das OpenStack-Projekt hat die zehnte Version, Codename »Juno«, der Software zur Verwaltung von Clouds veröffentlicht. Neben zahlreichen Verbesserungen bringt die neue Version auch neue Komponenten mit.

Cluster Templates in OpenStack Juno

OpenStack

Cluster Templates in OpenStack Juno

OpenStack dient zum Aufbau und zur Verwaltung von öffentlichen, privaten und hybriden Clouds. Das Projekt hat einen Umfang und eine Bedeutung im Bereich des Cloud-Computings erreicht, der dem des Linux-Kernels für Betriebssysteme entspricht. Über 1400 Entwickler aus mehr als 130 Unternehmen waren an der neuen Version beteiligt, die ein halbes Jahr nach der Vorversion »Icehouse« erscheint.

Juno bringt nach Angaben der Entwickler 342 neue Funktionen und korrigiert über 3200 Fehler aus früheren Versionen. Über eine halbe Million Zeilen an Dokumentation wurden angepasst, und ein neuer Architektur-Design-Ratgeber wurde herausgegeben.

Knotengruppen-Templates in OpenStack Juno

OpenStack

Knotengruppen-Templates in OpenStack Juno

Die neue Version bringt nach Angaben der Entwickler neue Funktionalität, die von großen Unternehmen gewünscht wurde, darunter Richtlinien für die Speichersysteme, einen neuen Datenverarbeitungsdienst, der Hadoop und Spark bereitstellt, und Grundlagen für das neue Top-Thema »Network Functions Virtualization (NFV)«.

OpenStack Compute (»Nova«) enthält jetzt erste Funktionen, die dazu dienen sollen, OpenStack zur Plattform der ersten Wahl für NFV zu machen. NFV ist eine Entwicklung, die sich neben Nova über weitere Teilprojekte von OpenStack erstreckt. Nova erhielt darüber hinaus weitere Verbesserungen, darunter »Bare Metal as a Service« im Rahmen des neuen Teilprojekts »Ironic« und Docker-Unterstützung mittels StackForge.

Netzwerktopologie in OpenStack Juno

OpenStack

Netzwerktopologie in OpenStack Juno

OpenStack Object Storage (»Swift«) unterstützt nun Richtlinien für die Speicherung. Damit können die Anwender genauer definieren, wo Daten repliziert und zugreifbar sein sollen, wobei auch Kosten und Geschwindigkeit in Betracht gezogen werden. Die Verbindung mit der Identitätsverwaltung wurde verbessert.

OpenStack Block Storage (»Cinder«) erhielt zehn neue Speicher-Backends, und das Projekt wird auf mehr Speichersystemen von Drittanbietern getestet. Die Integration der Version 2 des APIs in Nova wurde vollendet. Auch OpenStack Networking (»Neutron«) legt jetzt mehr Wert auf das Testen mit Treibern von Drittanbietern. Daneben wird jetzt vor allem IPv6 unterstützt. Außerdem sind jetzt Plugins und Hochverfügbarkeit auf der Netzwerkschicht 3 möglich.

Die Administrationskomponente »Horizon« kann jetzt Apache Hadoop-Cluster innerhalb von Sekunden zum Einsatz bringen. Außerdem wurde das Zugriffskontrollsystem auf die Projekte Compute, Networking und Orchestration ausgedehnt. Im OpenStack Identity Service (»Keystone«) wurde die verteilte Authentifikation erweitert, die den Zugriff auf private und öffentliche OpenStack-Clouds mit denselben Anmeldedaten ermöglicht. Dazu kann Keystone jetzt mehrere Identitäts-Backends verwenden, und die Integration mit LDAP wurde stark vereinfacht.

In OpenStack Orchestration (»Heat«) wurde vor allem das Aufräumen nach einem gescheiterten Verteilen von Software verbessert. Privilegien zum Anlegen von Ressourcen können jetzt an Benutzer ohne Admin-Rechte vergeben werden. Neue Ressourcentypen wurden implementiert und die Skalierbarkeit erhöht. OpenStack Telemetry (»Ceilometer«) wurde beschleunigt und kann nun auch bestimmte Arten von Netzwerkdiensten messen.

Der Datenbankdienst (»Trove«) wurde um einige Optionen zur Replikation von MySQL, Clustern von Mongo-Datenbanken, PostgreSQL und Couchbase erweitert. Der Image Service (»Glance«) verwendet statt dem Begriff »Image« jetzt »Artefakt«, weil auch andere Arten von Dateien verwaltet werden können. Die Verarbeitung kann asynchron erfolgen, zudem steht ein Katalog für Metadaten-Definitionen bereit und es kann genauer festgelegt werden, wer welche Artefakte herunterladen darf.

Die neue Komponente Data Processing (»Sahara«) automatisiert die Verwaltung von Clustern mit Hadoop und Spark zur Verarbeitung von sehr großen Datenmengen. Weitere Neuerungen sind in den Anmerkungen zur Veröffentlichung aufgeführt.

OpenStack wurde größtenteils in Python implementiert und und steht unter der Apache-Lizenz 2.0. Die einzelnen Komponenten können von der Projektseite heruntergeladen werden.

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