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Di, 21. Oktober 2014, 11:46

Software::Entwicklung

Emacs 24.4 mit Webbrowser und signierten Paketen

Die Emacs-Entwickler haben ihr Editor-Urgestein in der Version 24.4 veröffentlicht. Emacs ist ein plattformunabhängiger, unter der GPL veröffentlichter und durch über 1.200 Plugins erweiterbarer Editor. Ihm wird nachgesagt, dass er alles könne, sogar Kaffee kochen.

Emacs 24.4 baut die Möglichkeiten des bereits sehr umfangreichen Texteditors weiter aus. So spendierten die Entwickler ihrem Editor den integrierten Webbrowser eww und feilten daran, dass unter X die Modi für mehrere Monitore und Vollbild besser unterstützt werden. Emacs unterstützt rollenbasierte Zugriffslisten (ACL) und zlib-Komprimierung. Wird Emacs in einem textbasiertem Terminal gestartet, das die Maus unterstützt, können mit dieser jetzt die Menüs genutzt werden.

Im Editor ist nun standardmäßig der »Elektrik-Indent-Modus« aktiviert, der viele Einrückungen automatisch vornimmt. Anwender können rechteckige Bereiche markieren, um auf ihnen ihre Befehle auszuführen. Es gibt ein neues Kommando, um Linienduplikate aufzuspüren und zu entfernen, ohne dass die Zeilen sortiert werden müssen und alle interaktiven Kommandos können Register lesen.

Viele Spezialmodi und Pakete wurden ebenfalls überarbeitet. Der Lisp-Debugger erhielt ein neues Kommando, um lokale Variablen ein- und auszublenden, Emacs kann den Batteriestatus eines mobilen Geräts über das apm-Werkzeug abfragen und Calc nutzt von nun an den Gregorianischen Kalender anstelle des bisher verwendeten Julianischen Pendants. Die Collection of Emacs Development Environment Tools (CEDET) erhielt einige Verbesserungen für C/C++ und im CFEngine-Modus werden Vervollständigung, ElDoc und FlyCheck unterstützt. Im Image-Modus können sich Anwender mit den Kommandos n und p durch die in einem Verzeichnis enthaltenen Bilder bewegen.

Emacs-Pakete lassen sich von nun an digital signieren. Anwender, die Pakete aus mehreren Archiven einsetzen, können mit package-pinned-packages ein Paket bevorzugen, falls mehrere gleichnamige Pakete angeboten werden. Der Python-Modus kann CPython, iPython und Readline-basierte Shells handhaben und unterstützt via Tramp Python-Shells auf entfernten Rechnern. Weitere Änderungen sind in der News-Datei der Version 24.4 aufgeführt.

Emacs wurde erstmals 1976 veröffentlicht. GNU Emacs wird seit 1984 entwickelt und momentan in Emacs Lisp implementiert. Da der Editor zu einem sehr großen Teil über die Tastatur gesteuert wird, ist eine gewisse Einarbeitungszeit nötig, um all seine Vorteile zu nutzen. Der Editor läuft unter Linux, verschiedenen BSD-Versionen, Mac OS X und MS Windows. Die aktuelle Version ist auf den Spiegelservern des GNU-Projekts erhältlich.

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