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Di, 21. Oktober 2014, 19:41

Gesellschaft::Politik/Recht

Grüne wollen Hamburg von Microsoft befreien

Auf dem Offenen IT-Gipfel der Grünen Bürgerschafsfraktion und der Open Source Business Alliance ging es um Strategien, wie Hamburg in eine Zukunft ohne Microsoft starten kann. Der Offene IT-Gipfel fand parallel zum jährlichen Nationalen IT-Gipfel der Bundestregierung statt.

Die Hamburger Bürgerschaftsfraktion der Grünen schaut nach München und wünscht sich ein Modell wie LiMux auch für Hamburg. Farid Müller, medien- und netzpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion betont, Hamburg zahle pro Jahr Lizenzgebühren von »überschlägig gerechnet 25 Mio. Euro« an Microsoft für Programme wie Windows, Microsoft Office und andere, die auf rund 40.000 IT-Arbeitsplätzen in der städtischen Verwaltung laufen.

Die überschlägige Schätzung der Lizenzkosten resultiert aus der Tatsache, dass der Senat auf eine Anfrage der Grünen Fraktion genaue Angaben zu den derzeitigen Lizenzgebühren verweigert hat mit dem Verweis auf eine Anweisung aus dem Bundesinnenministerium. Die Rechtmäßigkeit dieser Auskunftsverweigerung wird derzeit überprüft.

Der Offene IT-Gipfel hatte neben der Debatte über eine mögliche Ausstiegsstrategie aus der proprietären Software weitere Schwerpunkte. Dabei referierte neben der ehemaligen Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) auch Renate Künast von den Grünen. Sie informierte über die Entwicklungen im digitalen Verbraucherschutz im Zusammenhang mit Open Source. Eine Podiumsdiskussion thematisierte unter der Leitung von Farid Müller und dem stellvertretenden Chefredakteur des Linux-Magazins, Markus Feilner, warum Deutschland beim Einsatz von Open Source weltweit und im europäischen Vergleich hinterherhinkt.

Weiterhin ging es um Themen wie die Chancen und Risiken der offenen IT für Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung sowie um digitale Souveränität und um Vorteile und Herausforderungen bei der Umstellung auf quelloffene Software.

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