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Mi, 29. Oktober 2014, 14:13

Software::Web

HTML5 jetzt offizieller Standard

Die HTML5-Arbeitsgruppe beim W3C hat HTML5 jetzt zur »Empfehlung« erhoben, womit die neue Generation der Auszeichnungssprache nun offiziell standardisiert ist.

W3C

HTML5 ist die fünfte Generation von HTML. Angesichts der mittlerweile fundamentalen Bedeutung des WWW war die neue Version nicht nur überfällig, sondern ist nach Ansicht des World Wide Web Consortiums (W3C) auch ein Grundstein des offenen Webs. Derselben Meinung ist man bei Mozilla, wo Andreas Gal die Freigabe von HTML5 kommentiert. Demnach war Mozilla maßgeblich an der Standardisierungsarbeit beteiligt, und das seit annähernd zehn Jahren. Mozilla war der Vorreiter bei Technologien wie WebGL und anderen, die das Web zu einer realistischen Alternative zu nativen und proprietären Anwendungen machen. Im Rahmen der Entwicklung von Firefox OS hat Mozilla außerdem zahlreiche Erweiterungen zur Standardisierung vorgelegt, die auch mobile Anwendungen weiter verbessern. Damit verfügen die Anwendungen über zahlreiche Möglichkeiten, die zuvor nur nativen Anwendungen zugänglich waren. Das Ziel von Mozilla ist, zu erreichen, dass Webanwendungen alles können, was auch nativen Anwendungen möglich ist.

W3C-Standards durchlaufen eine Reihe von Schritten vom Vorschlag über Entwürfe bis zum Standard-Kandidaten und schließlich zum offiziellen Standard. Mozilla fordert alle Entwickler auf, so früh wie möglich die Standards anzusehen und Kommentare abzugeben, also effektiv an der Standardisierung mitzuwirken. Informieren kann man sich unter anderem auf developer.mozilla.org und caniuse.com.

Wichtig seien auch Test-Suiten, so Gal. Automatisierte Tests laufen bei der W3C in der HTML5 Test-Suite und die Ergebnisse sind in den beiden extrem großen Dokumenten all.html und details.html zu finden. Kein aktueller Browser besteht alle Tests ohne Fehler, aber Firefox scheint der Browser mit den besten Resultaten zu sein.

HTML5 bringt in der jetzt veröffentlichten Version nicht nur die Möglichkeit, Audio und Video ohne Plugins abzuspielen, sondern auch den programmatischen Zugang zu einer auflösungsunabhängigen Zeichenfläche, in der Graphen, Grafiken und Bilder dargestellt werden können, Unterstützung von SVG und MathML, bessere Unterstützung für ostasiatische Schriften, verbesserte Barrierefreiheit und zahlreiche JavaScript-APIs.

Das W3C ist allerdings nicht die einzige Organisation, die an HTML5 arbeitet. Im Januar 2011 kündigten W3C und WHATWG (Web Hypertext Application Technology Working Group) ihre Zusammenarbeit bei der Standardisierung auf. Die von Browser-Herstellern dominierte WHATWG war zunächst maßgeblich für die Formung von HTML5. Sie wollte jedoch HTML5 zu einem »lebenden Standard« machen, der ständig erweitert wird, während das W3C dem klassischen Ansatz folgt, einen einmal publizierten Standard bis auf Errata unangetastet zu lassen.

Aus Sicht des W3C ist HTML5 jetzt somit fertig. Das offene Web besteht allerdings aus vielen weiteren Komponenten, die in der nächsten Zeit separat standardisiert werden sollen. HTML5 soll ohne Sorge vor eventuellen Patentansprüchen nutzbar sein. Laut W3C haben über 60 Firmen ihre HTML5 betreffenden Patente zur kostenlosen Nutzung bereitgestellt.

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