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Mo, 3. November 2014, 14:25

Software::Kernel

Linux 3.16 wird langfristig unterstützter Kernel

Die Linux-Distributionen Debian und Ubuntu wollen Linux 3.16 für längere Zeit nutzen und haben daher ihre Absicht angekündigt, diese Kernel-Version nun weiter zu pflegen.

Larry Ewing

Linux 3.16, das Anfang August, also vor drei Monaten erschienen war, hat am 30. Oktober zum letzten Mal eine Aktualisierung durch Greg Kroah-Hartman erfahren. Von Seiten des Teams um Kroah-Hartman, das sich um die Pflege der stabilen Kernel-Linien kümmert, hatte die Version damit bereits das Ende der Lebensdauer erreicht. Das »Stable Kernel«-Team pflegt weiterhin den noch aktuellen Kernel 3.17 sowie die beiden langfristig unterstützten Versionen 3.10 und 3.4.

Doch Linux 3.16 ist der Kernel, der im aktuellen Ubuntu 14.10 zum Einsatz kommt und daher noch mindestens neun Monate gepflegt werden muss. Daher hat jetzt Luis Henriques von Canonical angekündigt, dass das Ubuntu-Team die Wartung von Linux 3.16 bis zum April 2016, also sogar für 18 Monate, übernehmen wird. Der Kernel wird für Ubuntu und die Allgemeinheit als Fork der letzten offiziellen Version 3.16.7 in einem separaten Repositorium bei Ubuntu bereitgestellt. Ähnlich wie beim offiziellen Kernel werden die Patches, die in die nächste Veröffentlichung einfließen, auf einer Mailingliste präsentiert und gegebenenfalls diskutiert.

Der gleiche Kernel wird auch von Debian 8 »Jessie« verwendet, das in zwei Tagen in den Feature Freeze gehen und im Frühjahr 2015 erscheinen soll. Das hatte das Debian-Kernel-Team schon Ende Juli beschlossen. Da der Support von Debian 8 »Jessie« über den von Ubuntu 14.10 weit hinausgeht, wird der Kernel nach dem April 2016 entweder von Luis Henriques oder Ben Hutchings von Debian weiter betreut. Diese Aktualisierungen werden mindestens bis Frühjahr 2018 weitergehen. Falls auch Debian 8, wie es mit Debian 6 »Squeeze« begonnen wurde, verlängerten Support erhält, könnte sich die Unterstützung des Kernels 3.16 mindestens bis zum Frühjahr 2020 ausdehnen.

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