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Di, 11. November 2014, 16:14

Hardware::Systeme

Anonabox-Gründer sammeln wieder Geld ein

Vor circa drei Wochen sorgte das Kickstarter-Projekt Anonabox für Aufsehen. Erst sammelten die Gründer innerhalb kurzer Zeit über eine halbe Million US-Dollar ein, um einen Router mit vorinstalliertem Tor zu finanzieren. Kickstarter stoppte die Kampagne aufgrund mehrerer Probleme nach kurzer Zeit. Nun möchten die Entwickler die Anonabox über die Crowdfundingseite Indiegogo finanzieren.

Anonabox Gen 5

August Germar

Anonabox Gen 5

Anfangs schien das Kickstarter-Projekt Anonabox ausgezeichnet zu laufen. Nach wenigen Tagen wurden jedoch Proteste laut, dass es sich bei der Hardware um einen preiswerten chinesischen Router und nicht wie von den Entwicklern dargestellt um eine Eigenentwicklung in der vierten Version und offene Hardware handle. Kickstarter stoppte die Kampagne kurz darauf. Jetzt melden sich die Entwickler mit der fünften Generation der Anonabox auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo zurück.

Die Anonabox ist ein preiswerter Router, mit dem Anwender ihren Internet-Traffic ohne großen Aufwand über das Tor-Netzwerk leiten und so anonym, verschlüsselt und unzensiert surfen können. Dazu wird die Anonabox zwischen Router und Netzwerk oder zwischen Router umd DSL-Modem geschaltet, so dass sämtlicher Netzwerkverkehr in das Internet über sie abgewickelt wird. Anwender sollen auf dem Weg davon befreit werden, auf diversen Rechnern Software wie das Tor Browser Bundle installieren und pflegen zu müssen.

Wie die Entwickler auf Indiegogo verlauten lassen, handelt es sich bei der verwendeten Hardware in der neuen und verbesserten Anonabox um eine Platine, »die sonst nirgends auf der Welt« zu finden sei. Neben den Ethernetanschlüssen enthält die Anonabox auch ein WLAN-Modul. Das Gehäuse soll noch ein wenig kleiner ausfallen als beim Vorgängermodell. Genaue Spezifikationen veröffentlichten die Entwickler nicht.

Mit den eingenommenen Geldern möchten sie die Zertifizierung der Federal Communications Commission (FCC), die Produktion und die neu entwickelten Funktionalitäten finanzieren. Ferner soll ein Teil des Geldes an die Electronic Frontier Foundation (EFF) und das Tor-Projekt gehen.

Laut Anonabox-Chefentwickler August Germar gibt es in der »neuen Anonabox« zahlreiche Verbesserungen. Dazu zählen eine gehärtete OpenWRT-Version und die letzte Tor-Version mit Konfigurationsdateien des P.O.R.T.A.L-Projekts (Personal Onion Router to Assure Liberty). Die Tor-Software wird automatisch aktualisiert.

Die Anonabox soll im Februar 2015 ausgeliefert werden. Auf Indiegogo können interessierte das Projekt mit 51 USD unterstützen und sich so eine Box sichern.

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