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Mi, 12. November 2014, 11:17

Software::Desktop::Gnome

Gnome Foundation verteidigt ihr Markenrecht gegen Groupon

Groupon, ein US-Unternehmen, das diverse Webseiten mit Rabatt-Angeboten betreibt, hat ein Kassensystem für Tablets unter dem Namen Gnome entwickelt und veröffentlicht und dafür 28 Anträge auf Markenschutz eingereicht.

Mirko Lindner

Es ist nicht davon auszugehen, dass Groupon bei seiner Recherche im Vorfeld übersehen hat, dass Gnome seit 17 Jahren als Open-Source-Project unter diesem Namen existiert. Somit war klar, dass das Unternehmen sich den Namen mit Marktmacht aneignen wollte. Erschwerend für die Gnome Foundation kommt hinzu, dass zwar seit 2006 Markenschutz für den Namen und das Symbol besteht, dieser sich patentrechtlich aber nur auf die Schreibweise mit Großbuchstaben bezieht.

Nachdem über Monate im Stillen mit Groupon verhandelt wurde, entschloss sich die Gnome Foundation, die ersten zehn Anträge von Groupon nun gerichtlich zu bekämpfen. Dazu wurde ein Spendenappell an die Nutzergemeinde gerichtet, um die für die Anfechtung nötigen 80.000 US-Dollar zu erhalten. Der Appell hat bisher fast 88.000 US-Dollar eingebracht.

Mittlerweile hat Groupon, die von sich behaupten, ein starker und verlässlicher Partner der Open-Source-Gemeinschaft zu sein, eingelenkt und will auf den Namen Gnome verzichten. Es gibt weitere Verhandlungen zwischen der Gnome Foundation und Groupon um eine einvernehmliche Lösung. Das eingenommene Geld soll zur Verbesserung der Software eingesetzt werden.

Groupon war bereits des Öfteren negativ in den Schlagzeilen und hatte nach dem Börsengang im Jahr 2011 wiederholt Probleme mit der Börsenaufsicht SEC. Wettbewerbsbehörden unter anderem in den USA, Großbritannien und Deutschland haben ein waches Auge auf Coupon-Angebote wie die von Groupon.

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