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Mo, 17. November 2014, 09:51

Software::Distributionen::Debian

Personelle Änderungen bei Debian im Zusammenhang mit Systemd

Die Nachwehen der Entscheidung für Systemd in Debian 8 »Jessie« haben weitere personelle Auswirkungen im Projekt.

Software in the Public Interest (SPI)

Nachdem vor rund zwei Wochen Debian-Urgestein Joey Hess das Projekt nach einer Entscheidung des Technischen Komitees verließ, hat nun einer der Paketbetreuer von Systemd dieses Team verlassen. Zudem haben in der letzten Zeit zwei Mitglieder des Technischen Komitees (CTTE) ihren Rücktritt erklärt.

Mit Tollef Fog Heen hat Wochenende ein technisch als sehr versiert geltender Paketbetreuer das Debian-Systemd-Team verlassen. In seiner Mail an die Liste gibt er als Grund an, die ständigen Angriffe seien nicht mehr tragbar. In seinem Blog geht er näher auf seine Beweggründe und seine Sicht des derzeitigen Zustands von Debian ein. Damit ist die Zahl der Betreuer von Systemd im Kern von fünf auf vier Personen geschrumpft. Das schwierig zu betreuende Paket, dessen Team in den letzten Monaten täglich viele Bugs beseitigte und zudem einen hervorragenden Support im IRC leistet, erscheint damit substanziell geschwächt.

Das CTTE hat ebenfalls zwei Rücktritte zu verkraften. So sind in den letzten beiden Wochen die immer moderat auftretenden Colin Watson und Russ Allbery zurückgetreten. Das technische Komitee hat in letzter Zeit einige Entscheidungen getroffen, die bei Entwicklern Unmut weckten und die Frage nach der Daseinsberechtigung eines solch mächtigen Komitees in seiner derzeitigen Form oder generell aufkommen ließen. Insbesondere zwei Entscheidungen trugen hierzu bei, die beide das vom Komitee im Februar getroffene Votum für Systemd schwächen. Es handelt sich dabei um die Bugs #746578 und #762194, deren einer von Komitee-Mitglied und Systemd-Gegner Ian Jackson selbst eröffnet wurde, während er den anderen dem CTTE zuwies. Beide Entscheidungen wurden kritisiert und führen, wie man aus dem Projekt hört, zu einer Schwächung des Projekts und weiterer Spaltung der Entwicklerbasis.

Am 19. November endet zudem die zweiwöchige Wahlperiode zu der Grundsatzentscheidung (GR), die Ian Jackson initiiert hatte und die entscheiden wird, ob es zulässig ist, dass ein Paket direkt von einem Init-System abhängt, ohne mit dessen eigentlicher Funktionalität direkt zu tun zu haben.

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