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Di, 2. Dezember 2014, 10:32

Software::Distributionen::CoreOS

CoreOS stellt neue Container-Runtime Rocket vor

CoreOS, das leichtgewichtige Container-Betriebssystem, trennt sich von der Container-Umgebung Docker und setzt auf die Eigenentwicklung Rocket als neue Laufzeitumgebung.

CoreOS

CoreOS stellte einen Prototypen der neuen Laufzeitumgebung Rocket (rkt) auf Github vor. Rocket ist eine Konsolenanwendung zur Verwendung mit App-Containern und soll erweiterbar, sicher und schnell sein. CoreOS bittet um Rückmeldungen per Pull-Request. App-Container ist eine neue Spezifikation, von der die Entwickler erwarten, dass sie auch von anderen Container-Laufzeitumgebungen übernommen werden wird. Die Spezifikation erwähnt als Ziele ein Design, das einen zügigen Download von Images und den schnellen Start von Containern ermöglicht und dabei kryptografisch verifizierbare Images verwendet. Zudem wird auf Erweiterbarkeit und offene Implementierung in andere Umgebungen unter Verwendung gängiger Techniken zur Verschlüsselung, Kompression, Archivierung und Transport Wert gelegt.

In der offiziellen Ankündigung wird kein Hehl daraus gemacht, dass man bei CoreOS Docker mittlerweile für nicht mehr geeignet hält, Standard-Container in CoreOS zu handhaben. Die Gründe hierfür sehen die Entwickler in fehlender Sicherheit und in der nicht mehr gegebenen Austauschbarkeit der Komponenten. Docker sei mittlerweile eine monolithische Binäranwendung, die als Root auf dem Server laufe. Dies sei »fundamental fehlerhaft« und weit entfernt von dem Manifest, das Docker vor fast zwei Jahren veröffentlicht habe und das einen Standard-Container beschreibt. Von daher sei eine Eigenentwicklung unabdingbar gewesen.

Alex Polvi, einer der Gründer von CoreOS, schreibt in der Ankündigung weiter, man könne den eigenen Kunden Docker mit seinem »kaputten Sicherheitsmodell« nicht mehr guten Gewissens anbieten. Die Eigenentwicklung ist modular aufgebaut und beinhaltet App Container Image, App Container Runtime und App Container Discovery.

Docker entwickle sich derzeit laut Polvi von einer Container-App zu einer Container-Plattform, die viel mehr wolle als nur Container aufsetzen. Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu hören war, wird Docker Inc. auf der DockerCon Europe im Amsterdam im Verlauf dieser Woche dieses neue Konzept vorstellen. Damit dringt Docker in das Geschäftsmodell von CoreOS ein, was ein Grund für die harten Worte von Polvi sein könnte. Docker-CEO Ben Golub zeigte sich enttäuscht von dem von CoreOS eingeschlagenen Weg, habe man doch bisher sehr eng zusammengearbeitet. Zudem sei der überwiegende Teil von Dockers Kunden sehr zufrieden mit der Weiterentwicklung von Docker. Abschließend schreibt Golub, obwohl er mit einigen Argumenten von Polvi und dessen fragwürdiger Rhetorik nicht übereinstimme, hoffe er, dass man weiter gemeinsam das Beste für Entwickler und Kunden anstrebe.

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