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Do, 4. Dezember 2014, 10:34

Software::Virtualisierung

KVMGT: GPU-Virtualisierung unter Linux

Intel hat mit KVMGT ein Projekt vorgestellt, das eine komplette GPU-Virtualisierung unter Linux ermöglichen soll. Erste Resultate sind auf Servern von GitHub zu finden. Fertig ist die neue Technologie allerdings noch nicht.

Larry Ewing

Bereits Anfang des Jahres hat Intel mit der integrierten GPU Intel Iris Pro eine Technologie zur hardwarebasierten Unterstützung der Virtualisierung für Grafikprozessoren vorgestellt. Dabei lässt sich der Grafikprozessor mithilfe der Erweiterung GVT-d entweder explizit einer virtuellen Maschine (VM) zuweisen oder er wird auf Timesharing-Basis zwischen mehreren Maschinen aufgeteilt. Der zu nutzende Grafiktreiber kann dabei entweder nativ auf dem Host betrieben werden (GVT-g), oder die Gäste nutzen einen virtuellen Grafiktreiber (GVT-s). Im erstgenannten Fall nutzt jede virtuelle Maschine eine eigene Kopie eines nativen Treibers.

KVMGT stellt eine Implementierung der GVT-g-Technologie für Linux dar. Wie der Intel-Entwickler Jike Song auf der Intel-GFX-Mailingliste schreibt, stellt die Lösung den Gästen eine Architektur bereit, die es den Systemen ermöglicht, innerhalb einer VM ohne eine Intervention des Hypervisors in Performance-kritischen Pfaden auszukommen. Die Gäste sehen in diesem Fall eine virtualisierte GPU, die im Vergleich zu einer Emulation erheblich schneller arbeitet und die Ausführung mehrerer grafikintensiver Anwendungen, wie beispielsweise Spiele, ermöglicht.

Die neue Lösung unterstützt im Moment lediglich Linux als Gastsystem und befindet sich laut Aussage von Intel immer noch in einer sehr frühen Phase der Entwicklung. So kann es unter anderem zu Hängern kommen. Auch die Grafikbeschleunigung ist noch nicht vollends implementiert. Zudem gebe es noch zahlreiche Probleme, die allerdings im Zuge eines Code-Cleanups korrigiert werden sollen.

Anwender mit entsprechender Hardware finden KVMGT ab sofort auf den Servern von GitHub. Die Lösung besteht aus einem extra angepassten Kernel, Qemu und einer BIOS-Komponente. Weitere Informationen liefert die Präsentation der neuen Technologie.

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