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Do, 4. Dezember 2014, 20:34

Software::Entwicklung

Docker Inc. stellt Orchestrations-Plattform vor

Auf der DockerCon Europe in Amsterdam hat Docker Inc. eine Orchestrations-Plattform vorgestellt, die die Steuerung von großen Mengen an Containern auf unterschiedlichen Plattformen und verteilt über mehrere Rechenzentren erleichtern soll.

Docker

Mit der heutigen Ankündigung hat sich Docker Inc. endgültig vom Lieferanten eines Container-Formats zum Anbieter einer Container-Plattform gewandelt und als Konkurrent zu Anbietern wie CoreOs oder Red Hats Atomic aufgestellt. Die vorgestellten neuen Dienste teilen sich in Docker Machine, Docker Swarm und Docker Compose samt den zugehörigen APIs, die es Docker-Partnern erlauben, ihre Systeme in Docker einzuklinken. Alle vorgestellten Lösungen sind freie Software.

Dabei stellt Docker Machine die Schnittstelle dar, die die Portabilität von Docker-Containern weiter erhöhen soll und die Auslieferung auf alle Hosts mit Docker Engine, ganz gleich ob Notebook, Virtuelle Maschine in einem Rechenzentrum oder Cloud-Node, beschleunigen und somit den Zeitraum vom Entwicklungsbeginn bis zum Ausrollen verkürzt. Docker Swarm ist ein Docker-Clustering-Dienst, der auf der von Docker Machine gebotenen Schnittstelle aufsetzt und einen Ressourcenpool derjenigen Hosts erstellt, auf dem die verteilten Applikationen laufen sollen.

Docker Swarm kümmert sich dabei auch um die Koordination von Container-Workloads und die Verteilung von Ressourcen. Der Dienst umfasst den gesamten Entwicklungs- und Auslieferungsprozess und soll es etwa dem Entwickler erlauben, seine verteilte Anwendung auf einigen lokalen Maschinen zu testen, während gleichzeitig ein Team die gleiche Applikation über Hunderte von Hosts und verschiedene Plattformen skaliert. Die Docker Swarm API erlaubt es, Erweiterungen anzukoppeln, sodass Kunden Anwendungen wie Mesosphere nutzen können, um Container auf zehntausenden von Knoten in hybriden Umgebungen zu orchestrieren.

Docker Compose kümmert sich in diesem Dienste-Trio um das Erstellen von verteilten Anwendungen aus unabhängigen Containern auf verschiedenen Hosts und Plattformen, wobei die Abhängigkeiten der Container untereinander in einer YAML-Datei definiert werden. Die drei neuen Dienste stehen ab sofort als Alphaversionen bereit, während lediglich die API für Docker Machine bereits verfügbar ist. Weitere APIs sollen im ersten Quartal 2015 folgen, während der gesamte Dienst komplett im zweiten Quartal in stabiler Version verfügbar sein soll.

Nach den recht markigen Worten von CoreOS-Gründer Alex Polvi in Richtung Docker vor wenigen Tagen hat Docker-Kooperationspartner Joyent sein Vertrauen in Docker durch zwei neue Dienste bestärkt. Gleichzeitig erhielt Docker-Partner Weaveworks fünf Millionen US-dollar Risikokapital zur weiteren Entwicklung seiner virtuellen Netzwerktechnologie für Docker-Umgebungen. Somit markierte Polvi mit seinen kritischen Äußerungen lediglich den Eintritt Dockers in eine Konkurrenzsituation, wo ab sofort ein härterer Wind weht, denn der Container-Markt ist mittlerweile genauso umkämpft wie die Vorherrschaft bei freien Cloud-Computing-Lösungen.

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