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Mi, 10. Dezember 2014, 13:44

Software::Distributionen::Ubuntu

Canonical stellt neues Cloud-Image Ubuntu Core vor

Mit Ubuntu Core stellt Mark Shuttleworth ein Werkzeug vor, das die Entwicklung und Auslieferung von Applikationen mit Docker in großen Cloud-Umgebungen einfacher und sicherer gestalten soll.

Mark Shuttleworth

Mark Shuttleworth, Canonical

Mark Shuttleworth

Mark Shuttleworth erklärte bei der Vorstellung von Ubuntu Core in seinem Blog, die Ideen dazu seien während der letzten drei Jahre bei der Entwicklung von Ubuntu Phone entstanden. Mobilgeräte erfordern ein anderes Sicherheitsmodell als PCs oder Notebooks, da das Problem mit Malware auf der mobilen Plattform allgegenwärtig ist. Apps müssen gegeneinander stark abgeschottet werden, um das Übergreifen von Schadfunktionen zu verhindern und sichere Updates zu garantieren.

Ubuntu Core, das einen neuen Host für Docker und andere Container-Dienste darstellt, hat laut Shuttleworth hiervon gelernt und profitiert. Es handelt sich bei Ubuntu Core um ein kleines Server-Image für Cloud-Umgebungen, dass jetzt in einer Betaversion für Microsofts Plattform Azure und als KVM-Abbild zur Verfügung steht. Im Unterschied zu einem normalen Ubuntu-Abbild kennt Ubuntu Core weder Deb-Pakete noch den Apt-Paketmanager. Ubuntu-Core aktualisiert die Kernschicht und die Applikationen mit einem Werkzeug namens Snappy. Damit sind die von CoreOS und Red Hats Atomic bekannten »atomic updates« möglich, die Shuttleworth als »transactional updates« bezeichnet. Dabei wird ein gesamtes Update als Image gehandhabt und kann somit bei Problemen auch wieder zurückgerollt werden.

Canonical will dieses Prinzip bei Ubuntu Core noch erweitert haben, indem Snappy sowohl das Grundsystem als auch jede einzelne Applikation in nur lesbaren Dateien vorhält. Entwickler können Deb-Pakete verwenden, um daraus Snappy-Apps zu entwickeln, die streng voneinander isoliert sind. Pakete, die bei Ubuntu repariert werden, fließen auch nach Ubuntu Core ein, wo sie »transactional« aktualisiert werden. Dabei kommt ein Verfahren zum Einsatz, dass einem Delta gleicht und nur die Änderungen aktualisiert, anstatt das ganze Paket zu ersetzen. Somit kann sich der Anwender Ubuntu Core selbst zusammenstellen, wenn es um die verwendeten Apps geht, was laut Shuttleworth ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz von CoreOs, Docker oder Atomic sei. Snappy-Apps sollen leichter zu erstellen sein als Deb-Pakete und der Entwickler kann genau bestimmen, welche Bibliotheken er etwa in einer bestimmten Zusammenstellung nutzen will. Wie in einem Docker-Image beinhaltet eine Snappy-App alle Abhängigkeiten einer Applikation oder eines Frameworks.

Ubuntu Core steht als Betaversion für die Azure-Plattform zur Verfügung, kann aber auch mit KVM auf einem Linux-PC lokal getestet werden.

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Kommentare (Insgesamt: 14 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: Nicht labern, machen. (Freud, Di, 16. Dezember 2014)
Re[3]: Nicht labern, machen. (glasen, Do, 11. Dezember 2014)
Re[2]: Nicht labern, machen. (glasen, Do, 11. Dezember 2014)
Re: Nicht labern, machen. (Egal, Do, 11. Dezember 2014)
Re[2]: Nicht labern, machen. (Market(k)ing Zutuntu, Do, 11. Dezember 2014)
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