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Di, 16. Dezember 2014, 10:54

Software::Grafik

Vramfs - neues Dateisystem im Arbeitsspeicher der Grafikkarte

Ein neues Dateisystem will im Stil einer Ramdisk den Arbeitsspeicher auf Grafikkarten zur vorübergehenden Datenspeicherung nutzen. Vramfs setzt dabei auf Funktionen von FUSE.

Die mit Vramfs erreichbaren Durchsatzraten liegen derzeit bei 2,4 GB/s beim Lesen und 2 GB/s beim Schreiben. Das entspricht in etwa einem Drittel der erzielbaren Datenraten einer Ramdisk. Der Entwickler ist jedoch zuversichtlich, in Zukunft noch näher an das Leistungslimit von PCI-e zu kommen. Neben einer Grafikkarte mit Unterstützung für OpenCL 1.1 und möglichst viel Arbeitsspeicher - üblich sind heute ein bis vier GB VRAM und mehr - sowie des Entwicklungspakets von FUSE wird lediglich ein Kernel ab 2.6 benötigt.

FUSE (Filesystem in Userspace) dient dazu, Dateisystem-Treiber im Userspace nutzen zu können. So bedient sich unter anderem auch NTFS-3G bei FUSE, um das Microsoft-Dateisystem in Linux einzubinden, ohne den Kernel-Mode in Anspruch nehmen zu müssen. Diese Funktionalität macht sich auch Vramfs zunutze. Während FUSE die benötigten Funktionsaufrufe zur Verfügung stellt, wird der eigentliche Datenverkehr über die Schnittstelle des OpenCL-Treibers der Grafikkarte abgewickelt.

Zum Compilieren wird zusätzlich lediglich das Paket libfuse-dev benötigt. Der Entwickler empfiehlt 50 Prozent des VRAM der Grafikkarte als maximale Zuweisung beim Mounten einer Disk. Danach könnte der Treiber der Grafikkarte instabil werden, da er swappen muss. Der Aufruf hierzu lautet bin/vramfs <mountdir> <size>, wobei der Einhängepunkt ein leeres Verzeichnis sein kann. Die Größe der Disk wird in Byte angegeben. Weitere Informationen liefert der Aufruf von bin/vramfs ohne Argumente.

Der Entwickler möchte das unter einer MIT-Lizenz stehende Dateisystem weiter ausbauen, um etwa für Rechner mit SLI- oder Crossfire-Ausstattung RAID-0 zu implementieren. Der Quellcode des Projekts steht auf GitHub zum Download bereit.

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