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Mi, 17. Dezember 2014, 15:26

Gesellschaft::Politik/Recht

OSBA: Regierung muss Open Source-Förderung endlich angehen

Ein Jahr nach Unterzeichnung des Koalitionsvertrags der deutschen Bundesregierung prangert die Open Source Business Alliance an, dass nichts davon, was Open Source betrifft, bisher umgesetzt wurde.

Holger Dyroff, stellvertretender Vorsitzender der Open Source Business Alliance

OSB Alliance

Holger Dyroff, stellvertretender Vorsitzender der Open Source Business Alliance

Wie Holger Dyroff, der stellvertretende Vorsitzende der Open Source Business Alliance, schreibt, sei die Regierung in den Bereichen Digitaler Agenda, Open Source und Startup-Förderung stark im Verzug. Während sie in einigen Bereichen wie Mindestlohn und Rente ihre Vorhaben »mutig« umgesetzt habe, tappe sie in den für Open Source wichtigen Punkten weiterhin im Dunkeln.

Der Koalitionsvertrag enthält aus Sicht der OSBA erfreuliche Ansätze, wie sie bereits unmittelbar nach der Bildung der Großen Koalition anmerkte. So sieht der Vertrag die Unterstützung und Förderung von Open Source-Lösungen oder das Priorisieren von Open Source-Lösungen in einem Forschungsprogramm IT-Sicherheit vor. Nach einem Jahr ist in der Digitalen Agenda der Regierung immer noch nichts zu sehen.

Dass es auch anders geht, zeigt Dyroff am Beispiel einige anderer Länder. In Großbritannien wurde inzwischen das freie Dokumentenformat ODF zum verpflichtenden Standard erklärt, in Italien wird Open Source als Option in öffentlichen Ausschreibungen ausdrücklich hinzugefügt, und in der Europäischen Union erhält Open Source einen deutlich höheren Stellenwert und soll umfassender eingesetzt werden.

Die Open Source Business Alliance fordert nun von der Politik ein energisches Handeln. Andernfalls drohe der »Megatrend Open Source« an Deutschland vorbeizugehen. Die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen im Koalitionsvertrag wird dringend angemahnt. Die Förderung von Open Source schaffe Arbeitsplätze, steigere die internationale Wettbewerbsfähigkeit, treibe Innovationen an und senke auf Dauer die Verwaltungskosten.

Weiterhin fordert die OSBA die Freigabe aller staatlich finanzierten Programme unter offenen Lizenzen, wie von der US-Regierung bereits für Ende 2015 beschlossen und es auch von der europäischen Union angestrebt wird.

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