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Di, 23. Dezember 2014, 11:13

Hardware::Kommunikation

Zwei Linux-Smartphones im Frühjahr 2015

Sowohl Samsung als auch Ubuntu wollen ihre lange erwarteten und bereits mehrmals verschobenen Smartphones mit Linux in den ersten Wochen des neuen Jahres auf den Markt bringen.

Meizu Mx4

Meizu Blog

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Das Samsung Z1 mit Tizen als Betriebssystem soll in Indien am 18. Januar auf den Markt kommen. Obwohl Samsungs Smartphones mit Tizen bereits seit 2012 immer wieder auf neue Termine geschoben wurden, scheint die diesmalige Ansage des Herstellers glaubhaft, hatte doch die Webseite Tizen Experts Belege für die Einfuhr von Samsung-Elektronik für das Z1 im Wert von rund eineinhalb Millionen Euro nach Indien, wo diese zusammengebaut werden sollen. Damit wäre dann neben einigen digitalen Systemkameras, den Smartwatches Gear 2, Gear 2 Neo sowie der Galaxy Gear und dem für die CES 2015 angekündigten SmartTV endlich auch ein Smartphone mit Tizen am Markt.

Samsung Z1

Tizen Experts

Samsung Z1

Rund 75 Euro soll das Samsung Z1 in Indien kosten. Dafür erhält der Käufer ein Gerät mit Tizen 2.3 als Betriebssystem, das auf einem Display mit vier Zoll 800 x 480 Pixeln Auflösung unterbringt. Die 1,2 GHz Dual-Core-CPU wird von 768 MB RAM und 4 GB internem Speicherplatz flankiert. Dazu gibt es zwei Kameras, deren eine drei Megapixel bietet. Ein Einschub für eine microSD-Karte und ein Akku mit 1.500 mAh runden das Bild ab. Nach dem Start in Indien will Samsung das Z1 auch in China und Korea auf den Markt bringen. Besonders in China erwartet sich der Konzern damit eine Verbesserung seiner Marktanteile, die dort durch chinesische Billig-Hersteller 2014 stark gelitten hat.

Auch bei Canonical wurde das Ubuntu Phone bisher nur verschoben, zuletzt vor wenigen Tagen vom vierten Quartal 2014 auf konkret Mitte Februar 2015. Obwohl dem Ziel eines Smartphones bei Canonical seit nunmehr zwei Jahren scheinbar alles bis hin zur Desktop-Version von Ubuntu untergeordnet wurde, konnte bisher kein Gerät vorgezeigt werden. Das soll sich am 15. Februar ändern, wenn der spanische Vertragspartner Bq mit einer modifizierten Version seines Android-Smartphones Aquaris E4.5 mit Ubuntu Touch den europäischen Markt bedienen soll. Dieses Gerät bietet ein 4,5-Zoll-Display mit qHD-Auflösung von 540 x 960 Pixeln, eine 1,3 GHz Quad-Core-ARM-Cortex-A7-CPU sowie ein GByte RAM und 8 GByte Speicherplatz. Das Aquaris E4.5 bietet Platz für zwei SIM-Karten. Der Preis soll, wie für die Android-Version auch, rund 160 Euro betragen. Im Jahresverlauf ist seitens Bq auch eine Ubuntu-Version des Aquaris E5 angedacht, die LTE beherrscht und eine bessere CPU bietet.

Cristian Parrino, Canonicals Vize-Präsident für den Mobilbereich, dämpfte allerdings den Enthusiasmus der potenziellen Käufer, als er verkündete, die erste Serie an Geräten werde noch nicht die vielbeschworenen Konvergenzfunktionen beherrschen, bei denen das Telefon in eine Dockingstation mit Monitor gesteckt wird und als vollwertiger PC funktioniert. Dazu sind sowohl der Display-Server Mir als auch Unity 8 für den Desktop noch nicht genügend weit entwickelt.

Als zweiter Partner von Canonical fungiert der chinesische Hersteller Meizu, der mit einer Ubuntu-Version auf Basis des MX4 bald den heimischen Markt sowie vermutlich die USA versorgen soll.

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