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Di, 23. Dezember 2014, 10:27

Gesellschaft::Politik/Recht

EU finanziert Audits freier Software

Das Europäische Parlament hat für das kommende Jahr Gelder für mehrere Freie-Software-Projekte bewilligt. Mit den Geldern sollen Open-Source-Programme überprüft werden, die vom Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission verwendet werden.

Europäische Union

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Als die Abgeordneten am 17. Dezember das EU-Budget für das kommende Jahr beschlossen, einigten sie sich darauf, eine Million Euro bereitzustellen, um freie Software auf Sicherheitslücken zu überprüfen. Geplant ist, mehrere von den EU-Behörden eingesetzte Open-Source-Anwendungen einem Audit zu unterziehen. Identifizierte Sicherheitslücken sollen in dem Zusammenhang gleich behoben werden.

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) begrüßt den Beschluss der Parlamentarier. In einer Pressemitteilung äußerte sich der FSFE-Präsident Karsten Gerloff wie folgt: »Diese Entscheidung ist sehr willkommen. Wie die meisten öffentlichen Körperschaften sind auch die europäischen Institutionen für ihren täglichen Betrieb in hohem Maße auf freie Software angewiesen. Es tut gut zu sehen, dass das Parlament und die Kommission wenigstens ein wenig investieren, um die Qualität der Programme zu verbessern, die sie nutzen.«

Die Generaldirektion Datenverarbeitung der Europäischen Kommission wird bei der Umsetzung eines Modellvorschlags federführend sein, der von den Parlamentariern Julia Reda (Piratenpartei) and Max Andersson (Grüne) eingebracht wurde. Die FSFE drängt die Kommission zu einer engeren Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Entwicklern. Die Europäische Kommission soll die Ergebnisse ihres Audits so schnell wie möglich veröffentlichen und sämtliche gemachte Verbesserungen in die Upstream-Projekte einbringen.

Im Haushaltsplan sind neben den Geldern für die Audits auch Mittel in Höhe von 500.000 Euro veranschlagt, mit denen die EU weitere Software-Projekte starten möchte. Eines soll dazu dienen, die Kommunikation der EU-Institutionen zu verschlüsseln. Ferner ist ein auf freier Software und offenen Standards basierendes Pilotprojekt geplant, um die 2013 unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlichte AT4AM-Software zu verbessern. AT4AM nutzen die Parlamentarier, um Gesetzesentwürfe auszuarbeiten. Das neue Projekt soll es Akteuren der Zivilgesellschaft erleichtern, an der Gesetzgebung teilzuhaben. Zusätzlich ist noch ein Projekt vorgesehen, mit dem unklassifizierte Dokumente standardmäßig öffentlich zugänglich gemacht werden.

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