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Mi, 31. Dezember 2014, 11:17

Software::Büro

Großbritanniens Regierung und Verwaltung wechseln verbindlich zu ODF

Die britische Regierung hat im Sommer 2014 beschlossen, die rund 400 Abteilungen der heimischen Regierungs-IT für editierbare Dokumente auf das Open Document Format (ODF) umzustellen.

EU

Der Beschluss der britischen Regierung vom Juli 2014 macht neben ODF für editierbare Dokumente auch PDF/A und HTML für lediglich lesbare Dokumente zu verbindlichen Formaten innerhalb der Behörden und beim Austausch mit dem Bürger. Die mehrgleisige Strategie der Regierung, die bereits länger in Vorbereitung ist, verfolgt neben einem Sparkurs, der in der Summe zu Einsparungen von 1,2 Milliarden Pfund führen soll, auch das Ziel, den Markt für alle Softwareanbieter zu öffnen.

Der oberste technische Leiter der britischen öffentlichen IT, Magnus Falk, erläuterte dies den Besuchern des ODF Plugfest Anfang Dezember in London. Die Vorbereitungen zur Umstellung seien im Gange, so Falk. Der Umstellungsprozess solle den Staatsbediensteten sowie der Öffentlichkeit den Umstieg so einfach wie möglich machen. Falk betonte, es sei vielen Abteilungen der britischen IT nicht bewusst, wie sehr sie von einem großen Anbieter abhängig seien, wenn es um Dokumentenformate geht. Es müsse für die Bediensteten einfach sein, Dokumente zwischen Applikationen und verschiedenen Rechnerarchitekturen auszutauschen.

Über 60 Prozent der Angestellten im öffentlichen Dienst in Großbritannien nutzen PCs, um auf Bürodokumente zuzugreifen, 24 Prozent verwenden überwiegend mobile Telefone, während weitere 12 Prozent dazu Tablets einsetzen. Interoperabilität zwischen Applikationen sei daher sehr wichtig. Laut Falk gibt es neben den bei solchen Transformationen üblichen, oft mehr gefühlten als wirklich manifestierbaren Umstellungsproblemen auch einige reale Fallstricke. So könnten etwa Änderungen an den proprietären Office-Dokumenten des Marktführers mit ODF nicht verfolgt werden.

Die Vorarbeit zu dieser Umstellung bezeichnet Falk als »größere Unternehmung«. Derzeit sei man dabei, die einzelnen Abteilungen von den kommenden Umstellungen zu überzeugen. Laut Falk sind mittlerweile sowohl andere europäische Regierungen als auch die EU selbst auf das Vorhaben aufmerksam geworden und stellten diesbezüglich Anfragen.

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