Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Do, 15. Januar 2015, 12:45

Hardware::Systeme

Neuer IBM-Mainframe z13 mit mehr Linux-Unterstützung

Die neue IBM-Mainframe-Generation z13 setzt auf Linux als eines der wichtigsten Betriebssysteme. Bis zu 141 Prozessoren und 10 TB RAM sollen der Maschine zu Rekordleistungen verhelfen.

IBM-Mainframe z13

IBM

IBM-Mainframe z13

z13 ist die 13. Generation von IBM-Mainframes seit der Einführung von CMOS-Prozessoren im Jahr 1994 und natürlich die bisher leistungsfähigste. Das System, dessen Maschinentyp 2964 lautet, soll eine Milliarde US-Dollar an Entwicklungskosten verschlungen haben und wurde in weiten Teilen in Deutschland entwickelt.

Mainframes machen immer noch einige Prozent des gesamten Rechner-Marktes aus. Als hochgradig zuverlässige und leistungsfähige Server können sie einen ganzen Cluster schwächerer Rechner ersetzen und daher bisweilen geringere Betriebskosten haben als die Alternativen. Den neuen z13 bewirbt IBM ganz besonders als Server für mobile Anwendungen, wo tausende von Transaktionen pro Sekunde ohne spürbare Verzögerungen abgewickelt werden sollen.

Die Basis des z13 ist ein von POWER8 abgeleiteter Prozessor, der allerdings nicht vollständig kompatibel ist. Linux-Distributionen für POWER8 wie Ubuntu werden auf dem System nicht laufen. Das primäre Betriebssystem des z13 ist zunächst der IBM z/VM mit dem Hypervisor Prism, der in logischen Partitionen des Rechners (LPAR) bis zu 8.000 virtuelle Maschinen gleichzeitig ausführen kann. In diesen virtuellen Maschinen ist Linux das bevorzugte Betriebssystem. Der Rechner ist ausdrücklich für »Open-Source-Innovation« vorgesehen.

Zu den Hardware-Eigenschaften des z13 gehören 30 bis 141 Prozessoren, je nach gewählter Konfiguration. Jeder Prozessor besitzt acht Kerne mit jeweils zwei Hypertreads und wurde durch Verbesserungen in der Architektur gegenüber der vorigen Generation weiter beschleunigt. SIMD-Instruktionen sind ebenso vorhanden wie spezielle Prozessoren auf dem Chip zur Beschleunigung von Verschlüsselung und Kompression. Bis zu 10 TB RAM können in dem System eingesetzt werden. Als Bussystem dient PCI Express.

Für Linux steht unter der z13 das Cluster-Dateisystem GPFS zur Verfügung. Noch in diesem Jahr soll es auch möglich sein, Linux als Hypervisor auf der z13 einzusetzen. Dazu wird der im Kernel integrierte Hypervisor KVM entsprechend angepasst. In diesem Fall scheint KVM als Ersatz für den IBM-eigenen Hypervisor vorgesehen zu sein. Mit diesem Angebot will IBM Kunden entgegenkommen, die bereits KVM auf anderen Systemen betreiben und auf den z13 wechseln wollen.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung