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Mo, 19. Januar 2015, 10:20

Software::Distributionen::CoreOS

CoreOS dreht Btrfs den Rücken

CoreOS setzte zur Handhabung von Containern bisher unter anderem auf Dateisystemfunktionen von Btrfs wie Snapshots und Copy-on-Write. Jetzt wechselt die Container-Distribution zu Ext4 und OverlayFS.

CoreOS

Noch im alten Jahr, kurz vor den Feiertagen, begann bei CoreOS eine Diskussion über den Wechsel weg von Btrfs. Die von Mitbegründer Brandon Phillips auf der CoreOS-Dev-Liste angestoßene Diskussion wurde durch die Aufnahme von OverlayFS in den Kernel erst ermöglicht, da somit die für Container notwendigen Funktionen von diesem Dateisystem übernommen werden können.

Anlass zu diesem Schritt gaben laut Phillips häufige Beschwerden von Anwendern über von Btrfs verursachte Fehler, die aufwendige manuelle Korrekturen nach sich zögen. Dazu zählen etwa der »out of disk space« Fehler, der es bereits in die Btrfs-FAQ geschafft hat, sowie Probleme mit den Balance Filtern für Metadaten. Zudem soll OverlayFS nach einer Auswertung bei Red Hat schneller beim Erstellen und Entfernen von Containern sein als Btrfs.

Die meisten Entwickler und Anwender, die sich in der Diskussion äußerten, standen dem Vorschlag von Phillips positiv gegenüber. Es gab jedoch auch Stimmen, die es bedauerten, auf die vielfältigen Möglichkeiten von Btrfs verzichten zu müssen. Auch Chris Mason, Hauptentwickler von Btrfs, der bei seinem Arbeitgeber Facebook große Teile des Backends mit Btrfs betreibt, meldete sich zu Wort. Er betonte, einige der seit langem bekannten Fehler, die CoreOS-Nutzer beschreiben, würden mit Kernel 3.19 gelöst. Jedoch sei er grundsätzlich dafür, dass die Werkzeuge eingesetzt werden, die eine Aufgabe am effizientesten lösen.

Greg Kroah-Hartman, der schon länger die Aufnahme von OverlayFS in den Kernel vorangetrieben hatte, äußerte sich erfreut über die Möglichkeit, OverlayFS bei CoreOS in größeren Zusammenhängen getestet zu sehen. Die Änderung von Btrfs zu Ext4 und OverlayFS wurde letzte Woche vollzogen.

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