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Mi, 21. Januar 2015, 12:49

Software::Distributionen::Fedora

Ausblicke auf Fedora Workstation 22

Nachdem Fedora 21 wegen der Umstellung auf ein neues Veröffentlichungsmodell im Rahmen von Fedora.next rund ein Jahr auf sich warten ließ, soll Fedora 22 pünktlich nach sechs Monaten im Mai erscheinen. Christian Schaller hat nun einen Ausblick auf zu erwartende Entwicklungen gegeben.

fedoraproject.org

Im Gnome-Blog skizziert Fedora- und GNOME-Entwickler Schaller die wichtigsten Änderungen, die für Fedora Workstation 22 geplant sind. Laut Schaller werden viele Neuerungen abgeschlossen, die bereits während des Entwicklungszyklus von Fedora 21 begonnen wurden. Andere Entwicklungen werden zwar vorgestellt, werden aber erst in späteren Veröffentlichungen ihren Abschluss finden. Dazu zählt auch Wayland, das nach derzeitiger Planung in Fedora 23 zum Standard werden soll, aber bereits in Fedora 22 für weitere Tests zur Verfügung stehen soll.

Schaut man sich die Aufgabenliste für Fedora 22 an, so nehmen die Einzelprojekte zu Wayland dort breiten Raum ein und es verbleiben nur noch sechs Wochen bis zum Einfrieren der Basis. Deshalb hat man sich der Mitarbeit von Wayland- und libinput-Entwickler Jonas Ådahl versichert, der die weitere Integration überwachen soll. Da der Unterbau für Wayland bereits zu großen Teilen in Fedora 21 enthalten ist, geht es bei der anstehenden Veröffentlichung laut Schaller hauptsächlich um Aufräumen und Polieren.

Eine der größeren Aufgaben in diesem Bereich ist die Integration von libinput. Diese Bibliothek soll die Angleichung bei der Handhabung von Eingabegeräten zwischen X und Wayland befördern und so die Umstellung erleichtern. Auch die Umstellung von Gnome auf libinput soll bis zur Veröffentlichung von Fedora 22 gestemmt werden. Zudem sollen bis dahin die Standard-Backends von zumindest GTK+ und SDL standardmäßig Wayland nutzen.

Bis auf die Unterstützung proprietärer Grafiktreiber - insbesondere Nvidia - ist Wayland damit für Fedora 22, so Schaller, ziemlich komplett, was die Funktionen angeht. Ein weiteres Thema ist die Laufzeit von Notebook-Akkus. Owen Taylor und Schaller selbst haben sich Gedanken gemacht, wie man hier realistisch an die Angaben der Hersteller herankommt, die doch meist recht optimistisch sind. Diese Erkenntnisse sollen nun in Fedora einfließen.

Ein Ansatz von Lennart Poettering, der sich mit Sandboxed Applications auseinandersetzte, wurde von Matthias Clasen und Alexander Larsson aufgegriffen und als Application Bundles fortgeführt; ein erster Vorgeschmack soll in Fedora 22 zu erleben sein.

Weitere Themenbereiche, in die bis Mitte Mai Entwicklungsarbeit fließt, sind die engere Integration von Google Drive in Nautilus, Qt-Theming sowie die weitere Aufwertung des Terminals, die mit Fedora 21 bereits angestoßen wurde.

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