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Mo, 26. Januar 2015, 09:17

Gesellschaft::Politik/Recht

Initiative für den Einsatz freier Software in Dortmund

Die Initiative »Do-FOSS« will erreichen, dass die Stadt Dortmund in ihrem neuen IT-Konzept einen Umstieg auf freie Software vorsieht.

Mirko Lindner

Do-FOSS, eine Initiative für den Einsatz freier und quelloffener Software (FOSS) bei der Stadt Dortmund, wurde von der Stadt bereits im letzten Jahr offiziell als Bürgerinitiative anerkannt. Sie will erreichen, dass die Stadt wo möglich auf freie Software setzt, um wie München von spezifischen Herstellern unabhängig zu werden und eine selbstbestimmte IT aufzubauen.

Die Bürgerinitiative ist nach ihren Angaben derzeit auf einen begleitenden öffentlichen Diskurs zur Entstehung des IT-Konzepts 2016-2021 der Stadt Dortmund zugeschnitten. Das Interesse der Initiative gilt der Frage, wie eine bestmögliche Integration von freier Software in die städtische IT im Sinne des Gemeinwohls ausgestaltet sein könnte. Jedoch will Do-FOSS nicht nur die Interessen der Bürger im Blick haben, sondern auch die der städtischen Mitarbeiter. Dazu pflegt die Initiative nach eigenen Angaben bereits einen dauerhaften Austausch mit den Gewerkschaften.

Darüber hinaus will sich Do-FOSS in weitere bestehende gesellschaftliche Strukturen integrieren und strebt einen bundesweiten basisorientierten Kompetenzpool an. Dieser Kompetenzpool ist offen für alle Interessierten und soll analog zu bestehenden Open-Source-Modellen geführt werden. Do-FOSS legt nach eigenen Angaben Wert auf Professionalität, Effektivität und Transparenz. Dazu gehört auch die Webpräsenz der Initiative, die auf die freie Projektverwaltungsplattform Redmine aufsetzt.

Alle Inhalte der Webseite der Initiative sind öffentlich. Im Blog sollen häufig neue Beiträge erscheinen, die unter anderem die aktuelle Ausrichtung der Software-Infrastruktur der Stadt Dortmund und die dahinter stehenden Prinzipien der Softwareentwicklungs-, Vertriebs- und Geschäftsmodelle hinterfragen. Desweiteren werden freie Software in der städtischen Verwaltung, die Kommunikation mit der Stadt Dortmund und konkrete Strategieüberlegungen für die Einbindung freier Software in die städtische IT thematisiert. Diese Beiträge können und sollen nach dem Wunsch der Initiative kommentiert und diskutiert werden.

Die Webseite ist aber nicht die einzige Möglichkeit zur Diskussion mit Do-FOSS. Regelmäßige Treffen in Dortmund, Open Offices genannt, sind offen für alle, die sich an der Diskussion beteiligen wollen.

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