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Fr, 30. Januar 2015, 08:01

Software::Büro

LibreOffice 4.4 freigegeben

Die Document Foundation hat die Version 4.4 der freien Office-Suite LibreOffice freigegeben. Neben mehr Microsoft-Kompatibilität bietet die neue Version eine Politur der Oberfläche und weitere Verbesserungen.

Textbox mit Inhalt in einer Figur mit abgerundeten Ecken

Document Foundation

Textbox mit Inhalt in einer Figur mit abgerundeten Ecken

Größere Neuerungen sind in LibreOffice 4.4, das ein halbes Jahr nach Version 4.3 erscheint, ausgeblieben. Stattdessen brachten die Entwickler zahlreiche kleinere Verbesserungen ein.

Die freien Schriftarten Caladea und Carlito gehören ab sofort zum Lieferumfang von LibreOffice. Sie sind ein direkter Ersatz für die Microsoft-Schriften Cambria und Calibri. PDF-Dateien können beim Export aus LibreOffice signiert werden. Neue Importfilter wurden für Adobe Pagemaker 6/7, MacDraw, MacDraw II, RagTime und Sony BroadBand eBook hinzugefügt. LibreOffice kann nun Dokumente direkt von Sharepoint und OneDrive öffnen und speichern. Die Unterstützung der OOXML-Formate von MS Office wurde verbessert.

Auch bei der Oberfläche wurde vieles verbessert, ohne es zu stark zu ändern. So wurden jetzt die letzten Dialoge auf das in LibreOffice 4.0 eingeführte WidgetLayout umgestellt. Lineale sind jetzt standardmäßig verborgen. Sie können durch eine Tastenkombination aktiviert und deaktiviert werden und sollen durch kleinere Ziffern und bessere Optik weniger stören. Vorlagen sind nun direkt im Startcenter wählbar. Außerdem wurde LibreOffice um einige neue Standardvorlagen bereichert.

Fotostrecke: 6 Bilder

Textbox mit Inhalt in einer Figur mit abgerundeten Ecken
Erweitertes Stil-Dropdown-Menü
Zeilennumerierung für Kopf- und Fußbereiche
Hinzufügen oder Verbergen in der Master-Ansicht
Verbindung mit OneDrive
Neu ist auch die Farbauswahl, mit der man schnell eine der definierten Farben auswählen kann. Weitere Verbesserungen gab es in anderen Dialogen, in der Seitenleiste und in Kontextmenüs. Auch die Werkzeugleisten der einzelnen Komponenten wurden überarbeitet.

Eine der größten Neuerungen in der Textverarbeitung Writer sind Vorlagen für Master-Dokumente. Obwohl es Master-Dokumente, die eine Aufteilung eines Werkes in mehrere einzelne Dokumente ermöglichen, schon lange gibt, konnte man bisher keine Vorlagen für sie anlegen. Diese Möglichkeit wurde nun geschaffen.

In geometrischen Figuren (Shapes) kann jetzt eine Textbox angelegt werden, in der auch komplexe Inhalte stehen können. Bei der Änderungsverfolgung springen die Kommandos zum Akzeptieren oder Zurückweisen von Änderungen jetzt automatisch zur nächsten Änderung. Es gibt außerdem neue Icons und weitere Buttons in der Werkzeugleiste der Änderungsverfolgung. Das Stil-Dropdown-Menü bietet nun auch die direkte Möglichkeit zum Editieren des ausgewählten Stils an. Das Aktivieren von Zeilennummern in Kopf- und Fußbereichen ist nun einfacher.

Der Statistik-Wizard in der Tabellenkalkulation Calc erhielt die neuen Funktionen Quartile, z-test und Chi square test. Die Formel-Engine erhielt die Funktion aggregate, die die Interoperabilität mit MS Excel verbessert.

Im Präsentationsprogramm Impress ist der Text in der Vorschau in der Master-Ansicht nicht mehr editierbar, weil Änderungen hier offenbar noch nie eine Auswirkung hatten. Teile der Gliederung lassen sich jetzt aber einfach hinzufügen oder verbergen. Elemente lassen sich auch direkt in der Master-Ansicht löschen. Das Formelmodul Math kann nun die 16 grundlegenden HTML-Farben verwenden.

Intern hat die Office-Suite weitere Fortschritte gemacht. So wurden die meisten deutschsprachigen Kommentare inzwischen durch englische ersetzt. Große Teile des Codes von Writer wurden neu strukturiert. Anhand von Coverity-Scans haben die Entwickler die generelle Code-Qualität verbessert. Dazu kommen stellenweise einige Geschwindigkeitsverbesserungen und zahlreiche kleinere neue Funktionen. Eine Übersicht über die Neuerungen in LibreOffice 4.4 bieten die Anmerkungen zur Veröffentlichung.

Die LibreOffice 4.4 steht als Quellcode sowie als Binärpakete in über 110 Sprachen für Linux (32 und 64 Bit), Mac OS X und MS Windows zum Download bereit.

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