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Mo, 9. Februar 2015, 10:31

Software::Entwicklung

GNU C Library Version 2.21 freigegeben

Die Entwickler der GNU C Library (Glibc) haben Version 2.21 der Laufzeitbibliothek veröffentlicht. Der Schwerpunkt lag klar auf Korrekturen der gefundenen Fehler. Doch auch einige Neuerungen und Optimierungen wurden in die neue Version eingebracht.

Mirko Lindner

Die GNU C Library (Glibc) fungiert bei den meisten Linux-Distributionen als Standard-C-Bibliothek und ist somit die elementare Basis der dort eingesetzten Software. Nachdem sich das »GNU C Library Steering Committee«, welches bis 2012 die Weiterentwicklung der Glibc lenkte, nach einstimmigem Beschluss selbst aufgelöst hatte, um die schnelle und unkomplizierte Weiterentwicklung der Bibliothek in direkter Verantwortung an die aktive Glibc-Community zu übertragen, sorgten die Entwickler für eine Wiederbelebung der Bibliothek. Die Bibliothek hat als Hauptziele Portabilität und hohe Geschwindigkeit.

Die jetzt freigegebene Version 2.21 der Bibliothek korrigiert über 100 gefundene Fehler, darunter auch schwerwiegende. So konnte beispielsweise wscanf in der Vergangenheit unter bestimmten Umständen zu wenig Speicher für die zu prüfenden Argumente reservieren, was zu einem Pufferüberlauf führen konnte. Darüber hinaus konnte die Ausgabe von printf einen Stack-Überlauf verursachen und getnetbyname in einer endlosen Schleife landen.

Neu hinzugekommen ist in der Version 2.21 der Bibliothek die Unterstützung von Altera Nios II-Systemen. Die Semaphoren-Algorithmen im generischen C-Coode für alle Plattformen wurden verbessert und strcpy, stpcpy, strncpy, stpncpy, strcmp sowie strncmp für alle Powerpc64/Powerpc64le-Implementierungen optimiert. Zudem haben die Programmierer die memcpy-Aufrufe auf i386-Plattformen verbessert und der Bibliothek eine Unterstützung von MIPS o32 FPXX, FP64A und FP64 ABI-Erweiterungen spendiert.

Glibc 2.21 setzt GCC in einer Version ab 4.6 voraus und kann ab sofort vom Server des Projektes heruntergeladen werden. Insgesamt haben sich über 60 Entwickler an der neuen Version der Glibc beteiligt.

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