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Mi, 18. Februar 2015, 09:29

Software::Distributionen::Suse

Suse stellt Enterprise Storage auf Basis von Ceph vor

Der Linux-Distributor Suse hat sein bereits lange angekündigtes Produkt Enterprise Storage 1.0 veröffentlicht. Es beruht auf dem verteilten Objektspeicher und Dateisystem Ceph und will Unternehmen die kostengünstige Speicherung großer Datenmengen ermöglichen.

Novell

Die Speicherung großer Datenmengen ist teuer, vor allem für Unternehmen. Denn diese speichern Daten nicht einfach irgendwie und verlieren sie irgendwann, sondern benötigen zuverlässige Speicher mit hoher Zugriffsgeschwindigkeit und müssen zudem entsprechende Backup-Kapazitäten bereitstellen. Trotz gesunkener Preise stellt das weiterhin einen großen Kostenfaktor dar, da die benötigten Kapazitäten deutlich gestiegen sind.

Das bereits Mitte 2014 angekündigte und jetzt veröffentlichte Enterprise Storage 1.0 soll den Kunden helfen, die Kosten zu senken. Das Produkt soll die Kosten pro Gigabyte auf weniger als 0,1 Cent pro Monat senken.

Suse Enterprise Storage beruht auf dem verteilten Objektspeicher und Dateisystem Ceph, der von Inktank entwickelt und seit 2009 in den Linux-Kernel integriert wurde. Der Suse-Konkurrent Red Hat hatte Inktank im Frühjahr 2014 gekauft und war bereits im Juli mit einem ähnlichen Speicherungsprodukt auf Basis von Red Hat Enterprise Linux am Start.

Ceph ist ein über beliebig viele Server redundant verteilter Objektspeicher. Dieser Speicher besitzt keinen »Single Point of Failure«. Gleichgültig, welche Komponente des Speichers ausfällt, lässt er sich immer noch weiter nutzen. Objekte sind dabei beliebige binäre Datenblöcke. Über den Ceph-Speicher lässt sich ein Dateisystem legen, wobei die Blöcke einzelnen Dateien entsprechen. Die von Suse eingesetzte Version ist Firefly 0.8.

Suse Enterprise Storage 1.0 beruht auf Suse Linux Enterprise 12. Durch die redundante Verteilung ist Suse Enterprise Storage hochverfügbar und unbegrenzt erweiterbar. Das System erfordert kaum Verwaltungsaufwand, da es die Daten automatisch verteilt. Es lässt sich in OpenStack integrieren oder eigenständig betreiben. Interessenten können Suse wegen Preis und Verfügbarkeit kontaktieren.

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