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Mo, 23. Februar 2015, 17:26

Hardware::Kommunikation

Neues Fairphone im Lauf des Jahres

Das erste Fairphone-Modell ist ausverkauft, jetzt planen die Entwickler ein stark verbessertes zweites System. Die Vorbestellungen dafür sollen Mitte des Jahres starten.

Fairphone mit Android

Fairphone

Fairphone mit Android

Fairphone ist eine niederländisches Unternehmen, das Smartphones herstellen will, die im Gegensatz zu allen heutigen Smartphones unter fairen Bedingungen produziert werden. Zur Produktion eines Smartphones werden vielerlei Rohstoffe wie Metalle und Mineralien benötigt, von denen einige recht selten und damit wertvoll sind. Einige der Minen, die diese produzieren, werden von lokalen Clanführern (Warlords) kontrolliert, die mit den Erlösen illegale Söldnerheere und Bürgerkriege finanzieren. Doch auch die Arbeitsbedingungen in den Minen und bei den Halbleiterherstellern sind oft unzureichend.

Das 2013 gegründete Fairphone will solche Hersteller so weit wie möglich meiden und, wo immer es möglich ist, mit zertifizierten und nachhaltigen Herstellern zusammenarbeiten, die von Fairphone selbst oder anderen unabhängigen Organisationen überprüft werden. Als Hersteller wurde A'Hong in China ausgewählt, ein Unternehmen, das nach eigenen Angaben auch auf soziale Werte achtet. Eine Produktion in Europa wäre laut Fairphone nahezu unmöglich gewesen, weil fast die gesamte weltweite Elektronikproduktion einschließlich der Zulieferer in Ostasien versammelt ist.

Die erste Charge des fairen Smartphones wurde trotz leichter Verzögerungen ab Herbst 2013 ausgeliefert und war bis Ende Januar 2014 komplett an die Besteller versandt. Die nachfolgende »Massenproduktion« umfasste weitere 35.000 Phones. Für 325 Euro erhielten die Käufer ein recht leistungsstarkes Gerät mit vier Prozessorkernen mit 1,2 GHz, 1 GB RAM und 16 GB Flash, 4,3 Zoll-Display mit 960 x 540 Pixeln, Dual SIM, vier Frequenzbändern mit EDGE und UMTS, GPS, WLAN, Bluetooth, verschiedenen Sensoren, einer Kamera mit 8 Megapixeln, Stabilisierung und Blitzlicht und einer mit 1,3 Megapixeln auf der Rückseite.

Nachdem das erste Modell nun ausverkauft ist, plant Fairphone nach Angaben von Gründer und Geschäftsführer Bas van Abel, die gewonnene Erfahrung für einen Nachfolger zu nutzen. Die Firma will bei einem Smartphone bleiben und sich nicht mit Laptops oder Tablets verzetteln. Im Gegensatz zum ersten Fairphone, dessen Design lizenziert und daher teilweise der Kontrolle von Fairphone entzogen war, soll das kommende Gerät von den eigenen Entwicklern entworfen werden. Mehr Materialien als bisher sollen dadurch aus konfliktfreien Quellen bezogen werden können. Es soll außerdem mehr Wert auf Reparierbarkeit und Langlebigkeit gelegt werden. Zur Erhöhung der Lebensdauer wird es nötig sein, ein recht nah am High-End liegendes Gerät mit LTE-Unterstützung zu bauen.

Zum Betriebssystem gibt es noch keine Angaben. Ob es wieder ein angepasstes Android wird, ist also noch offen. Details zu dem kommenden Gerät werden im Lauf der nächsten Monate stückweise im Blog des Unternehmens bekannt gegeben. Angekündigt ist bereits ein Herstellerwechsel. Hi-P aus China teilt nach Angaben von Fairphone die Ideale des Unternehmens bezüglich Umweltbelastung, sozialer Absicherung und anderem teilt. Hi-P soll in Suzhou westlich von Shanghai die Endmontage, Test und Verpackung der Fairphones übernehmen.

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