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Fr, 13. März 2015, 13:33

Software::Browser

Mozilla kooperiert mit Werbebranche

Mozilla hat Gespräche mit Vertretern der Werbebranche begonnen, um die Zukunft der Online-Werbung mitzugestalten. Dabei soll es um Schutz vor Betrug und angemessene Verwendung von Daten, aber auch um Sichtbarkeit und Mobilsysteme gehen.

Mozilla

Wie Darren Herman, Vizepräsident für Content-Dienste bei Mozilla, berichtet, besuchten die Verantwortlichen von Mozilla in letzter Zeit Veranstaltungen der Werbebranche, wobei unter anderem Vizepräsidentin Denelle Dixon-Thayer einen Vortrag hielt. Online-Werbung wird sicher bestehen bleiben, ob Mozilla dabei mit den Werbetreibenden spricht oder nicht. Diese Überlegung dürfte Mozilla bewogen haben, den Kontakt mit der Werbebranche zu suchen. Denn wie Denelle Dixon-Thayer schon vor einem halben Jahr erläutert hatte, hat Mozilla das Ziel, das Onlinewerbungs-Ökosystem umzuformen. Es gehe darum, Vertrauen, Transparenz und die Kontrolle der ausgetauschten Daten durch den Benutzer zu stärken.

Das Web ist heute eine Plattform für Innovation, so Herman, weil es für alle Teilnehmer gleichermaßen offen steht. Vieles von dem, was im Web publiziert wird, wird aber durch Werbung finanziert, und oft ist keine Alternative zu diesem Modell zu sehen. Dies führt zu einigen Problemen, weil viele so von der Werbung abhängig sind. Das Design vieler Webseiten leidet unter den Anzeigen, die Herausgeber gestalten die Seiten so, dass sie möglichst viele Aufrufe generieren, und auch Betrüger treiben zahlreich ihr Unwesen. Dazu kommt noch, dass die Werbefirmen exzessiv und ohne Zustimmung Daten über die Benutzer sammeln und diese weiterverkaufen.

Mozilla will darauf hinwirken, dass sich das bessert. Der von Mozilla maßgeblich mitgestaltete »Do not Track«-Header war ein erster Versuch, doch selbst Herman muss zugeben, dass er ein kompletter Fehlschlag war. Trotzdem will sich Mozilla weiter für die Rechte und die Selbstbestimmung der Benutzer einsetzen. Das bedeutet auch die Anwendung von technischen Mitteln, um unerwünschte Aktionen oder Datenflüsse zu unterbinden. Mozilla sieht aber auch den Bedarf für Anzeigen, die sowohl für die Werbebranche als auch für die Benutzer funktionieren. Dies sei kein Konflikt, so Herman. Die Zukunft sieht Herman bei Werbung, die direkter auf die von den Benutzern durchgeführten Aktionen oder gesendeten Daten eingehen. Dabei sollen diese Daten vollständig unter der Kontrolle der Nutzer stehen. Firmen wie Apple, Google, Amazon oder Microsoft würden proprietäre, geschlossene Werbesysteme schaffen. Mozilla will dem einen offenen Markt entgegensetzen.

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