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Mi, 18. März 2015, 12:33

Software::Distributionen::Red Hat

Oracle Linux 7.1 freigegeben

Nach der Freigabe der ersten Aktualisierung von Red Hat Enterprise Linux 7 hat nun auch Oracle mit seinem freien Nachbau nachgezogen. Oracle Linux 7.1 ist frei herunterzuladen und bietet neben einem Red Hat-kompatiblen Kernel auch den erweiterten »Unbreakable Enterprise Kernel«.

oracle.com

Red Hat Enterprise Linux 7 (RHEL) war vor neun Monaten erschienen, kurz darauf gefolgt von Oracles Nachbau des Systems. Während das Original der Allgemeinheit nur in Form des Quellcodes angeboten wird und Binärpakete den Abonnement-Kunden vorbehalten bleiben, stellt Oracle, ähnlich wie CentOS und Scientific Linux, auch Installationsmedien und Binärpakete frei zur Verfügung. Darüber hinaus enthält Oracle Linux noch andere Erweiterungen.

Nur kurze Zeit nach RHEL 7.1 steht jetzt Oracle Linux 7.1 allen Interessenten zur Verfügung. Das System bringt die gleichen Verbesserungen bei der Hardware-Unterstützung, Software-Updates und Erweiterungen wie RHEL 7.1. So wurde die Stack-Größe von Kernel-Prozessen von 8 auf 16 KB verdoppelt. Durch die Integration von CIFS mit SSSD erhalten Anwender nun einen nativen Zugriff auf Microsoft Windows File und Print Services auch ohne Winbind. Logical Volume Management (LVM) beinhaltet nun zusätzliche OpenLMI-basierte Hooks für die Verwaltung von Volume Groups und Thinly-Provisioned Volumes. Die neue Version enthält auch eine integrierte Client-Funktionalität für die Kommunikation mit Ceph Block Storage. Der LVM-Cache wird jetzt vollständig unterstützt, ebenso wie Parallel NFS (pNFS).

Zu den Verbesserungen der Identitätsverwaltung gehört die Möglichkeit, eine starke Authentifizierung mit One-Time Password (OTP) über LDAP und Kerberos unter Verwendung von Software-Tokens (zum Beispiel FreeOTP) und Hardware-Tokens führender Hersteller zu nutzen. Zusätzlich wurde das IdM-Zugangskontroll-Framework optimiert, um eine bessere Überwachung der Lese- und Schreibzugriffsrechte sicherzustellen, und ein neues Verwaltungswerkzeug für Certificate Authoritys integriert.

Für Entwickler wurde Docker hinzugefügt, einschließlich Orchestrierungs-Werkzeugen mit Kubernetes und Basis-Images von Red Hat Enterprise Linux 6 und 7. Auch OpenJDK 8 wurde hinzugefügt. Das System unterstützt nun auch höhere Speicherkapazitäten und die neuesten Prozessoren und wurde optimiert, um einige Programme und virtuelle Maschinen noch schneller ausführen zu können. Virtuelle Maschinen unter KVM können nun bis zu 240 virtuelle Prozessoren haben und USB 3 nutzen. Die Open Virtual Machine Firmware (OVMF) wurde als technische Vorschau hinzugefügt, ebenso das Dateisystem OverlayFS.

Oracle Linux 7.1 enthält neben dem Red Hat-kompatiblen Kernel, der auf Linux 3.10 mit zahlreichen Erweiterungen beruht, auch den »Unbreakable Enterprise Kernel« 3, der derzeit auf Linux 3.8 beruht, diesem aber noch mehr Erweiterungen hinzufügt. Neben Docker unterstützt der Kernel auch Linux Containers (LXC) und DTrace. Außerdem wird das Dateisystem Btrfs, das bei Red Hat als technische Vorschau gilt, als produktiv einsetzbar unterstützt. Einen ausführlichen Überblick über die Aktualisierungen liefert die Dokumentation von Oracle.

Anwender von Oracle Linux können frei entscheiden, für welche Systeme sie eine Support-Vertrag mit Oracle abschließen wollen. Support-Kunden von Oracle erhalten mit Oracle Linux zusätzlich Unterstützung für Oracle OpenStack für Oracle Linux sowie Zugriff auf die Ksplice-Technologie zum Patchen des Kernels ohne Betriebsunterbrechung.

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