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Di, 21. April 2015, 10:04

Software::Virtualisierung

VMware startet mit Project Photon eine leichtgewichtige Linux-Distribution

VMware versucht seit einiger Zeit seinen Standort neu zu bestimmen und Cloud-Computing sowie Container in seine Angebote zu integrieren. Jetzt hat das Unternehmen ein eigenes Betriebssystem für Container im Angebot.

VMware

Auf der Hausmesse VMworld hatte VMware-CEO Pat Gelsinger Mitarbeiter und Kunden im August 2014 auf eine schwierige Wegstrecke eingestimmt. Es gelte, das Portfolio zu entschlacken und auf die neuen Cloud-Techniken abzustimmen. Darauf folgten Partnerschaften mit OpenStack, Docker und CoreOS und die Einbindung von deren Software in VMware-Produkte. Jetzt hat VMware mit Photon OS ein eigenes minimalistisches Linux-Betriebssystem als Open Source veröffentlicht, das im hauseigenen Hypervisor vSphere sowie unter vCloud Air läuft.

Project Photon lässt Container in dieser virtuellen Umgebung laufen. Diese Technik wird derzeit häufig eingesetzt, um die Sicherheit der Container durch die zusätzliche Virtualisierungsschicht zu erhöhen. Die Vorteile von Containern bleiben trotzdem größtenteils erhalten, da eine große Zahl an Containern in einer Instanz des Hypervisors laufen kann. Project Photon unterstützt unter anderem die Containerformate Docker, das von CoreOS initiierte Rocket (rkt) und Pivotals Garden. Die Orchestrierung der Container übernimmt die Managementfunktion von vSphere.

Das Image von Photon OS erscheint mit 960 MB nicht gerade klein, beinhaltet aber vier Varianten, die bei der Installation zur Auswahl stehen: Photon OS (Micro), Photon Container OS (Minimal), Photon Full OS (All) und Photon Custom OS. Dabei steigern sich die Varianten von der einfachen Generierung eines Applikationscontainers über das Erstellen und Packen von Applikationen - Photon bedient sich dabei des RPM-Paketmanagers und rückt damit in die Nähe von Red Hats Project Atomic - bis hin zu einer individuell anpassbaren Runtime bei Photon Custom OS.

Zudem stellte VMware auch die Open-Source-Software Project Lightwave vor, die nach Veröffentlichung im Jahresverlauf als zusätzliche Sicherheitsebene die zentrale Nutzer- und Zugriffsverwaltung der Container und Applikationen über den gesamten Lebenszyklus übernehmen soll. Dabei sitzt Lightwave zwischen dem Betriebssystem und VMwares Management-Technologie und ist kompatibel zu den Authentifizierungsdiensten und Spezifikationen von Kerberos, LDAP v3, SAML, X.509 und WS-Trust.

Mit Photon OS steht VMware in Konkurrenz zu Red Hats Atomic, CoreOS, dem sehr minimalistischen RancherOS und Ubuntu Snappy Core. Der Code zu Project Photon ist bereits auf GitHub eingestellt, Project Lightwave soll in den kommenden Monaten folgen. Das Image mit Photon OS kann bei VMware heruntergeladen werden.

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