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Mo, 27. April 2015, 11:56

Gesellschaft::Politik/Recht

Microsoft und Qisda unterzeichnen Patentabkommen

Microsoft hat ein weiteres Patentabkommen abschließen können: Nach diversen Herstellern bittet das Unternehmen nun auch die aus BenQ hervorgegangene Qisda Corporation zur Kasse und fordert Lizenzgebühren wegen der Nutzung von Android ein.

android.com

Auch wenn die Marktanteile von Microsoft im mobilen Sektor zuweilen einen Grund für Häme bieten könnten, hat das Unternehmen auch hier relativ stabile Einnahmen. Grund hierfür ist das Patentportfolio der Redmonder und die daraus resultierende Drohkulisse, die das Unternehmen bereits schon seit Jahren aufbaut. Denn auch wenn der Soft- und Hardware-Hersteller mittlerweile die Strategie änderte, die Patenteinnahmen will sich Microsoft weiterhin nicht entgehen lassen.

So haben Ende der vergangenen Woche Microsoft und Qisda bekannt gegeben, ein Patentabkommen unterzeichnet zu haben. Qisda ist ein in Taiwan beheimateter Hersteller von ODM/OEM-Geräten und ein direkter Nachfolger von BenQ. Mit knapp 10.000 Beschäftigten ist Qisda einer der größten Produzenten von Unterhaltungselektronik.

Das Abkommen umfasst laut Aussage der beteiligten Unternehmen Lizenzzahlungen, die ein weites Feld von Qisdas und BenQs Android und Chrome-Geräten umfassen. Wie auch in der Vergangenheit üblich hüllen sich beide Hersteller allerdings über die Modalitäten des Patentabkommens in Schweigen. Unbekannt ist ebenfalls, um welche Patente oder Technologien es sich handelt.

Microsoft behauptete bereits recht früh, dass Hersteller, die Android einsetzen, für mehrere in den USA angemeldete Patente Lizenzen zu zahlen hätten. Schon 2010 hatte HTC aus diesem Grund ein Abkommen mit Microsoft geschlossen; mehrere andere Firmen folgten und schlossen ebenfalls Abkommen oder wurden, wie vor knapp einem Monat Kyocera, verklagt. Wie es in solchen Lizenzverhandlungen zugeht, beschrieb beispielsweise der US-Buchhändler Barnes & Noble ausführlich.

Die Einnahmen aus dem Android-Bereich dürften auch etliche Jahre nach der Einführung einer eigenen mobilen Plattform für Microsoft gelegen kommen. Das eigene Betriebssystem erreicht weiterhin lediglich niedrige Marktanteile, wohingegen die Anzahl der Patentabkommen steigt. Mittlerweile spricht Microsoft von über 1100 Verträgen, die Unternehmen im Rahmen des 2003 eingeführten IP-Programms geschlossen hätten. Seit Neuestem bietet der Konzern angeblich Herstellern von Android-Geräten an, ihre Lizenzzahlungen zu senken, indem sie auf ihre Android-Systeme standardmäßig Microsoft-Apps installieren.

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