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Do, 30. April 2015, 08:05

Hardware

Ouya in finanziellen Nöten

Die Android-Spielkonsole Ouya, die mittels einer Kickstarter-Initiative Kapital für die Finalisierung des Projektes suchte, steht einem Bericht von Fortune kurz vor dem Aus. Ouya sollte eine Alternative zu traditionellen Konsolen darstellen.

Designstudie der Spielkonsole Ouya

Ouya

Designstudie der Spielkonsole Ouya

Wie die Produzenten der Android-Spielkonsole Quya bereits bei der Ankündigung ihrer Kickstarter-Kampage bekannt gaben, sollte das Gerät beweisen, dass traditionelle Spielkonsolen noch nicht tot sind. Die Initiatoren des Projektes sind mit Konsolen groß geworden, die man an den großen Fernsehbildschirm anschloss. Mit den heutigen HD-Fernsehern und Audio-Surround-Systemen sind Spiele nach ihrer Ansicht noch viel effektiver. Allerdings haben Konsolen ein Problem, da die meisten Entwickler zu Mobilgeräten abwandern, um Spiele für diese verbreiteten Plattformen zu entwickeln.

Dazu haben die Initiatoren eine Kickstarter-Initiative gestartet, auch um die Finalisierung des Projektes voranzutreiben. Um die Konsole zur Marktreife zu bringen, waren nach Angaben des Unternehmens zwar nur noch wenige, aber teure Schritte notwendig. So mussten unter anderem auch noch die notwendigen Zulassungen und Zertifizierungen erworben werden. Insgesamt investierten in darauf folgenden Tagen fast 64.000 Personen über 8,5 Millionen US-Dollar in die Entwicklung des Geräts.

2013 war das Gerät fertig und die Auslieferung der Geräte begann. Ouya basiert auf dem Nvidia Tegra 3-Chipsatz und weist 1 GB RAM auf. Das Gerät verfügt über eine 802.11n-, 802.11g-, 802.11b-Wi-Fi-Unterstützung, 8 GB internen Speicher, Bluetooth und eine Auflösung von 1080p. Die Anbindung der Kontroller erfolgt kabellos. Die Verwendung von Android führt dazu, dass ein kostenloses Entwicklerkit bereitsteht. Es soll einfach und ohne Verlust der Gewährleistung möglich sein, sich Root-Rechte auf der Konsole zu verschaffen. Durch die für Android verfügbaren Apps ergeben sich zudem auch weitergehende Möglichkeiten jenseits des Einsatzes als Spielkonsole.

Die Android-Spielkonsole Ouya

ouya.tv

Die Android-Spielkonsole Ouya

Doch recht schnell stellte sich heraus, dass Ouya im direkten Vergleich mit anderen Konsolen eher schwachbrüstig ausgefallen ist und die gesteckten Ziele nur bedingt erreichen konnte. Enttäuschend fielen auch die Verkaufszahlen aus, wie verschiedene Entwickler beklagten. Zwar sicherten zahlreiche Finanzierungsrunden und Kooperationen dem Unternehmen das Überleben, doch der Spielemarkt blieb der Mikrokonsole weitgehend verschlossen. Das änderte auch nicht eine kürzlich bekannt gegebene Kooperation mit dem chinesischen Onlinehändler Alibaba, der Ouya-Technologie in seine Set-Top-Boxen verbauen wollte.

Nachdem es das Unternehmen nun nicht geschafft hat, sich finanziell zu restrukturieren, stehen die Zeichen laut einem Bericht von Fortune vorerst auf Untergang. Laut einer vertraulichen E-Mail der Geschäftsführerin Julie Uhrman an die Investoren wird nun ein Käufer für das Unternehmen gesucht. Mit dem Prozess beauftragt wurde die Investmentbank Mesa Global. Ziel sei es, »soviel Investoren-Kapital wie nur möglich einzutreiben«, so Uhrman in ihrer E-Mail. Trotz des drohenden Untergangs zeigt sie sich allerdings weiterhin kämpferisch und beschwört die Stärken des eigenen Produktes. »Wir glauben, etwas Reelles und Wertiges erstellt zu haben«, so Uhrman. Ob das allerdings für den Fortbestand ausreicht, steht im Moment auf der Kippe.

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