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Mo, 4. Mai 2015, 17:48

Software::Grafik

Neue Kickstarter-Kampagne für Krita

Zwei Monate nach der Fertigstellung der Version 2.9 startet das freie Zeichenprogramm Krita erneut eine Kickstarter-Kampagne. Deren primäre Ziele sind höhere Geschwindigkeit und Animationen.

Krita ist ein freies Zeichenprogramm, das sich besonders an Künstler richtet, die Bilder malen und bearbeiten wollen. Das Jahr 2014 war für Krita ein sehr erfolgreiches Jahr. Version 2.8 wurde veröffentlicht, auch auf der Steam-Plattform. Krita wurde auf der Konferenz SIGGRAPH präsentiert und erhielt ein herausragendes Review in der Zeitschrift ImagineFX. Doch am bedeutendsten war wohl die Kickstarter-Kampagne, nach deren Erfolg unter anderem mehrere neue Transformations-Modi und Masken implementiert werden konnten. Das führte dazu, dass die im Februar 2015 veröffentlichte Version 2.9 von Krita mehr Änderungen als jede Version zuvor enthielt.

Ermutigt durch den Erfolg der letztjährigen Spendenkampagne - 2009/2010 hatte erstmals eine solche Kampagne stattgefunden - zielt das Projekt in diesem Jahr noch etwas höher. 2014 waren 15.000 Euro das Ziel und 20.000 wurden erreicht. In der neuen Kampagne versucht das Krita-Projekt, 20.000 Euro einzutreiben, und wird über Mehreinnahmen, die die Implementation zusätzlicher Verbesserungen ermöglichen, keineswegs traurig sein.

Fotostrecke: 3 Bilder

Mit Krita erstellte Zeichnung
Mehrere Dokumente zugleich in Krita 2.9
Der Liquify-Effekt in Krita 2.9
Mit dem Geld soll ein Problem angegangen werden, das nach Ansicht der Entwickler schon immer einen durchschlagenderen Erfolg freier Grafiksoftware gegenüber proprietärer Software verhinderte. Gemeint ist die interaktive Geschwindigkeit, die bisher immer dann zu wünschen übrig ließ, wenn große Bildformate oder große Pinsel genutzt wurden. Das Team hat bereits im Vorfeld analysiert, was beispielsweise Photoshop hier macht, und die Lösung liegt wohl darin, auf dem Bildschirm mit einer verkleinerten Version des Bildes zu arbeiten - wovon der Benutzer aber nichts merken soll. Dass das Konzept funktioniert, wurde von Dmitry Kazakov bereits demonstriert, die vollständige Implementation wird jedoch einige Monate Arbeit kosten.

Das zweite große Ziel der Kampagne soll die Erweiterung der Unterstützung für Animationen sein. Zusammen mit dem Google Summer of Code-Student Jouni Pentikäinen soll die handgezeichnete zweidimensionale Animation direkt im Kern von Krita verdrahtet werden. Die Implementation benötigt jedoch als Vorarbeit die Geschwindigkeitsoptimierungen von Dmitry Kazakov.

Sollte das Spendenziel von 20.000 Euro übertroffen werden, gehen dem Team die Arbeiten nicht so schnell aus. Nicht weniger als 24 Zusatzziele, jedes mit jeweils 1.500 Euro finanziert, hat die Krita Foundation bereits definiert. Bei jedem Erreichen eines Zusatzzieles soll ein weiteres definiert werden. Am Ende sollen die Unterstützer über die Reihenfolge der Zusatzziele abstimmen. Die Kampagne läuft einen Monat lang und endet am 3. Juni.

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