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Di, 5. Mai 2015, 10:03

Software::Container

CoreOS sichert sich gewichtige Unterstützung

CoreOS hat auf dem CoreOS Fest, einem erstmals abgehaltenen Community-Event in San Francisco bekannt gegeben, dass fortan Google, Red Hat, VMware und Apcera die hauseigene Container-Spezifikation »App Container Spec« (appc) unterstützen werden.

CoreOS

Damit geht der Kampf um die Vorherrschaft im heiß umkämpften Zukunftsmarkt Container in eine weitere Runde. Docker ist zwar in aller Munde, viele große Unternehmen setzen aber auf mehrere Formate und gehen sowohl Partnerschaften mit Docker als auch mit CoreOS ein. Im Dezember hatte CoreOS die eigene Container-Runtime Rocket (rkt) vorgestellt, die auf appc aufsetzt. Bis dahin hatte CoreOS die Docker-Runtime verwendet. Bei der Vorstellung von Rocket wies CoreOS CEO Alex Polvi auf prinzipbedingte gravierende Sicherheitsmängel bei Docker hin. Docker sei seiner ursprünglichen Container-Spezifikation untreu geworden. Es seien viele Werkzeuge in eine große Binärdatei gepackt worden, die als Root auf dem Server laufe. Appc kehrt laut Polvi wieder zu Dockers originalem Container-Manifest zurück.

Um sicherzustellen, dass das so bleibt, wurde die Kontrolle über appc an die Gemeinschaft übergeben und ein Richtlinienkatalog erstellt. Vertreter von Google, Red Hat und Twitter wachen gemeinsam über die Spezifikation und deren Offenheit, Sicherheit und Modularität. Red Hat-Entwickler Vincent Batts, der mit über die Spezifikation wacht, sagte in einem Seitenhieb auf Docker, er sehe eine gemeinsame Verantwortung der führenden Unternehmen im Bereich Container-Technologie, die Fehler der Vergangenheit zu vermeiden und einen offenen Container-Standard anzustreben. »Von Red Hats Standpunkt als langjährigem Unterstützer freier Software ist Containerisierung die Zukunft von Linux-Betriebssystemen und der Distribution von Software«, so Batts weiter. Red Hat hatte Docker bereits sehr früh in RHEL 7 eingebunden.

Bereits vor einem Monat hatten sich CoreOS und Googles Orchestrierungswerkzeug Kubernetes zu Tectonic verbunden, um Unternehmen nicht nur Container, sondern auch die Steuerung von Container-Clustern anbieten zu können. Im März machte CoreOS seine Technologie für VMware vSphere 5.5 und VMware vCloud Air verfügbar. Von den Unternehmen, die Container in ihre Strategie integrieren, setzen lediglich Microsoft und Canonical bisher hauptsächlich nur auf Docker. Während Microsoft lediglich ein Image von CoreOS für die Virtualisierungsplattform Azure anbietet, hat Canonical kürzlich mit Ubuntu Snappy Core ein eigenes Betriebssystem gegen CoreOS, Red Hats Atomic und andere Mitbewerber wie etwa VMware in Stellung gebracht. Auch VMware hatte vor Wochen mit Project Photon eine eigene leichtgewichtige Distribution veröffentlicht, die die hauseigenen Virtualisierungsprodukte mit Containertechnik verheiraten soll. Auch wenn es derzeit danach aussieht, als ob Docker und CoreOS die Oberhand haben, ist eine Konsolidierung des Marktes in Sachen Container in der näheren Zukunft nicht zu erwarten, solange alle Beteiligten ständig neue Waffen ins Feld führen.

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