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Di, 19. Mai 2015, 10:08

Software::Distributionen::Fedora

Fedora 22 ersetzt beim Paketmanagement Yum durch DNF

Im vermutlich am 26. Mai freigegebenen Fedora 22 wird DNF standardmäßig für das Paketmanagement zuständig sein. Das bisher genutzte Yum wird eingestellt.

Paketverwaltung YumEx in Mate

Hans-Joachim Baader

Paketverwaltung YumEx in Mate

DNF ist eine im Jahr 2012 von Entwickler Aleš Kozumplík begonnene Abspaltung des bisher in Fedora verwendeten Paketmanagers Yum. Dieser hat einige Unzulänglichkeiten, die einen Wechsel auf Dauer unabdingbar machen. Erstmals wurde DNF als Alternative zu Yum in Fedora 18 angeboten. Die Kritik war nicht sehr positiv, so dass DNF in Fedora 19 nicht enthalten war, um dann mit Fedora 20 in Version 0.4.9 mit einem Aufruf zum ausgiebigen Testen wieder aufzutauchen.

Vor wenigen Tagen erschien nun DNF 1.0 zusammen mit DNF-Plugins-Core und Entwickler Jan Šilhan erklärte das Werkzeug als stabil genug, um in Fedora 22 Yum als Standard abzulösen. DNF verhält sich zum RPM-Package-Manager etwa so wie Apt zu DPKG in Debian. DNF soll dank der Verwendung der auch von Opensuses Zypper verwendeten Bibliothek libsolv Abhängigkeiten schneller und besser auflösen. Die Bibliothek wird mit Hawkey von einer stabilen Python-API unterstützt.

Obwohl es seit Fedora 18 viel Kritik an DNF gab, sind zwei Vorteile unbestritten. DNF ist viel schneller als Yum, in einigen Szenarien um den Faktor 4 bis 5. Zum anderen sind die heruntergeladenen Metadaten um rund die Hälfte kleiner als beim Vorgänger. DNF setzt hier auf XML, während Yum SQLite verwendet. Der zwingende Grund für die Umstellung ist aber die Tatsache, dass mit Fedora 23, geplant für Oktober 2015, Python 3 Standard werden soll. Das Yum-API kann aber mit Python 3 nicht umgehen und ist zudem weitgehend undokumentiert, so dass eine Anpassung des APIs anstatt eines Forks von Yum für die Entwickler keine Alternative war.

Die Unterschiede bei der Benutzung der Kommandozeile zwischen DNF und Yum sind gering und wo vorhanden, ausführlich dokumentiert. Yum kann weiterhin installiert werden, die Befehle werden an DNF weitergeleitet. Das ist für Anwender, die eine grafische Oberfläche wie Yum Extender (yumex) zum Updaten bevorzugen, ein gangbarer Weg, bis es eine grafische Schnittstelle für DNF gibt.

Für bestehende Yum-Anwender gibt es ein Plugin, das die Migration der Bestandsdaten wie etwa Informationen über installierte Pakete und weitere Metadaten zu DNF migriert. Derzeit arbeitet das Entwicklerteam an der Portierung der beliebtesten Plugins von Yum nach DNF, das eine gut dokumentierte Schnittstelle auch für neue Plugins bietet.

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