Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mi, 3. Juni 2015, 16:14

Software::Container

Parallels veröffentlicht Quellcode der Virtuozzo-Werkzeuge

Parallels, Hersteller der Container-Lösungen OpenVZ und Virtuozzo, hat einen weiteren Schritt in seinem im Dezember 2014 angekündigten Plan zur Vereinigung der beiden Systeme vollzogen.

Ende letzten Jahres hatte Parallels Virtuozzo Core angekündigt, eine Zusammenlegung der beiden Container-Virtualisierungslösungen des Unternehmens, OpenVZ und Virtuozzo durchzuführen. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass das freie OpenVZ und das proprietäre Virtuozzo zu weit auseinandergedriftet waren und die Pflege der Projekte für die Firma zu aufwendig wurde. Im ersten Schritt wurden daher Ende Dezember 2014 die Quellen des Kernels von Virtuozzo veröffentlicht. Dieser Kernel beruht auf dem Kernel 3.10 von Red Hat Enterprise Linux 7.

Nach dem aktuellen Plan wird es wohl noch ein wenig dauern, bis die Öffnung und Vereinheitlichung der beiden Projekte abgeschlossen ist und daraus das neue Produkt »Virtuozzo Core« entstanden ist. Virtuozzo Core wird komplett frei sein, und darauf wird voraussichtlich wieder ein kostenpflichtiges Unternehmensprodukt aufbauen. Parallels hat jetzt den zweiten Schritt der Öffnung vollzogen und den Quellcode der Virtuozzo-Verwaltungsprogramme freigegeben. Dieser besteht aus Werkzeugen zur Verwaltung von virtuellen Maschinen und Containern, Verwaltung von Container-Templates und Bibliotheken. Er ist aus dem Repositorium von OpenVZ erhältlich. Der Quellcode für die bisherigen OpenVZ-Werkzeuge ist weiterhin verfügbar.

Der nächste Schritt soll in naher Zukunft die Vereinheitlichung der Bugtracking-Systeme der beiden Varianten sein. OpenVZ nutzte bisher Bugzilla, Parallels nutzt intern Jira. Da Jira als besser benutzbar angesehen wird, soll es künftig das alleinige System sein. Mit der Öffnung könnte Virtuozzo künftig wieder mehr Aufmerksamkeit erhalten, die bisher hauptsächlich Linux Containers (LXC) und Docker zuteil wird. Dabei wurden diese Systeme durch den Vorreiter OpenVZ überhaupt erst möglich.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung