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Do, 11. Juni 2015, 08:06

Gemeinschaft::Organisationen

Apache Software Foundation verwaltet über 200 Projekte

Die Apache Software Foundation (ASF) hat erstmals einen Bericht für das abgelaufene Jahr veröffentlicht. Demnach verwaltet die Organisation über 200 Software-Projekte und hat einen Etat von fast einer Million US-Dollar.

Apache Software Foundation

Die Geschichte der Apache Software Foundation ist eng mit der Entwicklung des gleichnamigen Web-Servers verbunden. Bereits 1994 begann eine achtköpfige Gruppe, bestehend aus Andrew Wilson, Brian Behlendorf, Cliff Skolnick, David Robinson, Randy Terbush, Rob Hartill, Robert S. Thau und Roy T. Fielding, die Entwicklung eines neuen Web-Servers unter dem Namen NCSA httpd. Im April 1995 veröffentlichte die Gruppe die erste Version und taufte das Projekt offiziell auf den Namen Apache. Im Lauf der Jahre entwickelte sich Apache zu der am häufigsten eingesetzten Lösung zur Verteilung und Bearbeitung von Web-Inhalten.

Mittlerweile verwaltet die Organisation über 200 Projekte, wie dem kürzlich veröffentlichten Jahresbericht der Foundation entnommen werden kann. 41 der gelisteten Projekte liegen allerdings noch im Inkubator der Organisation, der als Test- und Vorbereitungsbereich dient. Zum Portfolio der Organisation gehören neben dem namensgebenden Webserver auch zahlreiche andere Projekte, wie beispielsweise das kommandozeilenbasierte Build-Werkzeug Ant, das Datenbanksystem Cassandra, die Datenbank für JSON-Dokumente CouchDB, das Map/Reduce-Framework Hadoop, die Suchmaschinen-Implementierung Lucene, das freie Office-Paket OpenOffice, die freie Software zur Versionsverwaltung Subversion oder der Java Servlet Container Tomcat.

Die Zahl der Mitglieder, die die Projekte betreuen, beläuft sich mittlerweile auf über 2000. Die Organisation selbst hat, nachdem ihr 106 neue Personen beigetreten sind, 606 aktive Projektmitglieder. Insgesamt steht der ASF ein Budget von knapp einer Million US-Dollar, wobei über 90 Prozent der Einnahmen aus dem Sponsoring-Programm der Organisation stammt. Die größten Sponsoren sind dabei Citrix, Facebook, Google, Microsoft, Yahoo und der Wordpress-Gründer Matt Mullenweg. Weitere große Einnahmequellen stellen Spenden (ca. 6 Prozent) und Programmeinnahmen (ca. 3 Prozent) dar.

Das meiste Geld gibt die ASF für die Infrastruktur aus (ca. 58 Prozent), gefolgt von Ausgaben für Öffentlichkeitsarbeit (ca. 12 Prozent) und Reisekosten (ca. 7 Prozent). Die Barreserve wird von der Organisation auf über 1,75 Millionen US-Dollar beziffert. Damit kann sich die ASF auch bei einem Komplettausfall aller Einnahmen fast zwei Jahre über Wasser halten.

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