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Do, 11. Juni 2015, 10:45

Software::Grafik

Zeichenprogramm Krita 2.9.5 mit vielen Neuerungen

Die jüngste Aktualisierung der freien Office-Suite Calligra auf Version 2.9.5 war mit einer Handvoll Korrekturen eigentlich nichts Besonderes. Das darin enthaltene Zeichenprogramm Krita erhielt allerdings überraschend viele neue Funktionen.

Mehrere Dokumente zugleich in Krita 2.9

krita.org

Mehrere Dokumente zugleich in Krita 2.9

Für gewöhnlich sind in den regelmäßigen Aktualisierungen der freien Office-Suite Calligra keine größeren Änderungen, sondern nur Korrekturen zu erwarten. In der jüngst freigegebenen Version 2.9.5 ist das auch der Fall, doch stellt das darin enthaltene Zeichenprogramm Krita dieses Mal eine überraschende Ausnahme dar. Schon Krita 2.9 konnte im Februar nach acht Monaten Arbeit mit mehr Änderungen als je zuvor aufwarten, darunter mehrere neue Transformations-Modi und Masken, Zeichnen von Linien mit Antialiasing, Gradienten mit Formen, die durch eine Auswahl gegeben sind, einige neue Filter, eine HSV-Farbauswahl, separate Bearbeitung des Alphakanals, Zerlegung einer Ebene anhand der Farben in mehrere Ebenen und grundlegende Funktionen zum Zeichnen in HDR.

Etwas mehr als drei Monate später kann Krita erneut zahlreiche Neuerungen vermelden. In Krita 2.9.5 gibt es jetzt eine Helligkeitskurve in den kanalspezifischen Filtern, ein Dock-Widget mit der Historie der Pinsel-Voreinstellungen, eine Option, im Öffnen-Dialog alle Dateien in einem Verzeichnis zu sehen, eine globale Lichtquelle in den Ebenen, Auswahl eines Profils für nicht getaggte PNG-Bilder, ein eingebauter Performance-Logger, voreingestellte Tags für Zeichenoperationen, Unterstützung für Autorenprofile im eigenen Dateiformat, Buttons und Aktionen für Ebenen-Stile, Laden und Speichern von Ebenen-Stilen und Gruppenebenen in PSD (Photoshop)-Dateien, Laden und Speichern von Mustern, die in Ebenen-Stilen verwendet werden, Vererbung der Alpha-Einstellung in allen Ebenentypen, Unterstützung des WebP-Formats unter Linux, Vorschau der aktuellen Farbe auf der Leinwand während der Farbauswahl, ein kreisförmiges Pinselmuster wie bei MyPaint, Aufteilung der Cursor-Konfiguration in die Auswahl einer Form und eines Cursors und Laden und Speichern von Transparenzmasken in PSD-Gruppen. Daneben wurden noch einige Fehler korrigiert.

Darüber hinaus war die im Mai gestartete Kickstarter-Kampagne außerordentlich erfolgreich. Das Minimalziel von 20.000 Euro wurde mit 33.628 Euro deutlich übertroffen. Mit dem Geld sollen zwei wichtige Themen angegangen werden. Zum einen soll die interaktive Geschwindigkeit, die bisher immer dann zu wünschen übrig ließ, wenn große Bildformate oder große Pinsel genutzt wurden, gesteigert werden. Das Team hat bereits im Vorfeld analysiert, was beispielsweise Photoshop hier macht, und die Lösung liegt wohl darin, auf dem Bildschirm mit einer verkleinerten Version des Bildes zu arbeiten - wovon der Benutzer aber nichts merken soll. Dass das Konzept funktioniert, wurde von Dmitry Kazakov bereits demonstriert, die vollständige Implementation wird jedoch einige Monate Arbeit kosten. Genau das gleiche wurde gerade in GEGL implementiert, wovon auch GIMP profitieren wird - nur wann, ist noch völlig unklar.

Fotostrecke: 3 Bilder

Mehrere Dokumente zugleich in Krita 2.9
Der Liquify-Effekt in Krita 2.9
Mit Krita erstellte Zeichnung
Das zweite große Ziel der Kampagne ist die Erweiterung der Unterstützung für Animationen. Zusammen mit dem Google Summer of Code-Student Jouni Pentikäinen soll die handgezeichnete zweidimensionale Animation direkt im Kern von Krita verdrahtet werden. Die Implementation benötigt jedoch als Vorarbeit die Geschwindigkeitsoptimierungen von Dmitry Kazakov.

Durch die erzielten Mehreinnahmen wird die Verwirklichung von neun weiteren Zielen möglich, für je 1.500 Euro eines. Die Calligra-Suite soll noch in diesem Jahr in Version 3.0 erscheinen, die auf neuen Technologien beruhen und somit tiefgreifende Änderungen bringen wird. Krita 3.0 könnte unabhängig von Calligra veröffentlicht werden, die Einzelheiten sind noch ebenso offen wie die Frage, ob die Ergebnisse der Spendenkampagne dann bereits sichtbar sind.

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