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Fr, 26. Juni 2015, 10:52

Software::Distributionen::Ubuntu

Jonathan Riddell tritt vom Kubuntu Council zurück

Jonathan Riddell, einer der führenden Entwickler von Kubuntu, ist vom Kubuntu Council zurückgetreten, wie vor einem Monat vom Gemeinschafts-Beirat von Ubuntu gefordert.

Vier Wochen dauerte ein Streit an, der sich an einer vom Gemeinschafts-Beirat von Ubuntu verhängten Strafmaßnahme entzündet hatte. Dieser fühlte sich nicht mehr imstande, mit Riddell zusammenzuarbeiten, und wies Riddell an, alle seine Ämter bei Kubuntu für mindestens 12 Monate ruhen zu lassen.

Der Ausschluss Riddells wurde damit begründet, dass es in letzter Zeit immer schwieriger gewesen sei, mit ihm zusammenzuarbeiten. Er habe seit Jahren gefordert, dass Canonical seine Markenrichtslinien ändern müsse, da sie nicht kompatibel mit der Ubuntu-Lizenz seien. Auch nachdem dies abgelehnt wurde, habe er nicht aufgehört, es immer wieder aufs Tablett zu bringen. Er sei dabei schließlich zu weit gegangen, habe zuviel Zeit von anderen Leuten verschwendet und auch vor Beleidigungen nicht haltgemacht. Neben einigen publizierten E-Mails konnte man dies auch in einem IRC-Log vom März nachlesen. Der Beirat schrieb ausdrücklich, dass Riddells Ausschluss nicht aufgrund der Meinungsverschiedenheiten erfolge, sondern weil Riddell sich fortgesetzt falsch verhalten habe.

Riddell wollte die Maßnahme anfänglich nicht akzeptieren, und das vom Ubuntu Community Council klar zu unterscheidende Kubuntu Council stand offenbar auf seiner Seite. Doch nun wurde offenbar eine Einigung erzielt. Nach einem Gespräch zwischen den beiden Gremien, Mark Shuttleworth und Jonathan Riddell wurde verkündet, dass Riddell dem Willen des Ubuntu Community Council nachkommen wird und seine Mitgliedschaft im Kubuntu Council niederlegt. Das Kubuntu Council konnte erreichen, dass eine frühere Veröffentlichung auf der Ubuntu-Nachrichtenseite zurückgezogen wird. Es wurden Maßnahmen getroffen, künftige Konflikte besser zu handhaben.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass KDE für Ubuntu wichtig ist und Ubuntu ebenso auch für die KDE-Gemeinschaft wichtig ist. Sie betonen, dass es aufrichtige und starke Gefühle gab über die Themen, die zu der Konfliktsituation führten, und die Art und Weise, wie der Konflikt behandelt wurde. Zum Besseren von Ubuntu und Kubuntu wollen sie nun nach vorne schauen und den Konflikt überwinden.

Der KDE-Entwickler Jonathan Riddell spielte eine bedeutende Rolle bei der Entstehung und Fortführung von Kubuntu, einer offiziellen Variante von Ubuntu. Kubuntu war 2006 als offiziell gleichberechtigte Variante von Ubuntu entstanden. 2012 jedoch zog Canonical die letzten bezahlten Entwickler von Kubuntu ab, da es finanziell nicht zu rechtfertigen war. Die weitere Pflege von Kubuntu wurde der Gemeinschaft überlassen, mit Riddell als Projektleiter. Kubuntu hat immer noch offiziellen Status bei Ubuntu, wird aber wie auch Xubuntu und andere Varianten nicht von Canonical unterstützt.

Die Ankündigung kommt nahezu gleichzeitig mit der Veröffentlichung der ersten Alphaversion von Ubuntu 15.10, die wie mittlerweile üblich wenig über die vorgenommenen Änderungen bekannt gibt.

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