Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mo, 29. Juni 2015, 09:47

Software::Spiele

Editor für Unity kommt für Linux

Der bereits vor über 5 Jahren von zahlreichen Anwendern geäußerte Wunsch, den Editor der proprietären Spiele-Engine Unity auch unter Linux zugänglich zu machen, könnte schon bald Realität werden. Wie ein Entwickler in seinem Blog schreibt, soll demnächst eine experimentelle Version der Anwendung auch für das freie Betriebssystem erscheinen.

Unity, eine Spiele-Engine des gleichnamigen US-amerikanischen Herstellers, ermöglicht die Entwicklung von Computerspielen und grafischen Anwendungen. Die Engine wird nach dem Freemium-Modell vertrieben und ist in der Basisvariante kostenlos für die unterstützten Systeme verfügbar. Die kostenpflichtige Pro-Version bietet erweiterte Funktionalität und erfordert zusätzliche Komponenten, die käuflich beim Hersteller erworben werden können.

Eine Linux-Version der Engine ist bereits seit geraumer Zeit verfügbar, der Editor selbst aber war für das freie Betriebssystem nicht erschienen. Wer also Spiele entwickeln wollte, war gezwungen, entweder Windows oder Mac OS X zu nutzen. Mit der Freigabe der kommenden Version der Engine könnte sich das nun ändern.

Laut einem Eintrag im Blog eines Unity-Entwicklers wird der Wunsch von über 22.500 Anwendern nun Realität werden. Demnach arbeitet das Unternehmen bereits seit geraumer Zeit an einer Linux-Variante des Editors und wird bereits in Kürze eine Testversion der Anwendung freigeben. Wie schon bei Unity wurde auch der Editor von diversen engagierten Mitarbeitern des Unternehmens in Eigenregie portiert. Natosha Bard spricht gar von einem »Liebesdienst«.

Fotostrecke: 3 Bilder

Unity Editor unter Windows
Rust: Spielszene unter Unity 5
Szene unter Unity 5
Die Portierung des Editors selbst barg gleich mehrere Fallstricke in sich. Laut Bard war die Erstellung der Linux-Variante erheblich herausfordernder, als es noch bei der Engine der Fall war. Grund hierfür waren unter anderem verschiedene Technologien, die bei dem Editor zum Einsatz kamen – teils von Fremdherstellern - und zahlreiche Datenbanken. Zudem waren mehrere Bereiche des Editors nicht darauf ausgelegt, dass sie portiert werden. Ein nicht-trivialer Anteil der Arbeit verbarg sich hinter der Eliminierung diverser #ifdef-Konstrukte, die ein bestimmtes Betriebssystem abbildeten.

Mit einer ersten Testversion der Linux-Variante ist bereits in Kürze zu rechnen. Sie wird aller Voraussicht nach 64-Bit-Systeme von Ubuntu Linux unterstützen, wobei aber andere Distributionen auch nutzbar sein sollen.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung