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Mo, 29. Juni 2015, 12:58

Software::Kernel

Kdbus: Aufnahme in den Kernel verzögert sich weiter

Entgegen der ursprünglichen Planung wird die kommende Version des Kernels wieder einmal nicht über eine Integration des umstrittenen Kernel D-Bus-Systems, kdbus, verfügen. Mit einer Aufnahme wird frühestens im Kernel 4.3 gerechnet.

Larry Ewing

Auch knapp drei Jahre nach der initialen Idee eines Kernel D-Bus-Systems haben sich die Entwickler nicht über eine Implementierung im Kernel einigen können. Denn nachdem kdbus – eine Implementierung des Nachrichtenbus-Systems für den Kernel - für eine Aufnahme in den Kern vorgeschlagen wurde, entbrannten gleich mehrere Diskussionen. kdbus »blieb im Schlamm stecken« und wartet immer noch auf eine Integration.

Der erste Versuch einer Implementierung ist schon etliche Monate alt. Doch nachdem die Aufnahme erstmalig für den Kernel 4.1 vorgeschlagen wurde, hat der hinter der Neuentwicklung stehende Greg Kroah-Hartman die Integration kurzerhand auf die kommende Version 4.2 verschoben. Grund hierfür waren massive Zweifel an der Implementation, denn von den üblichen Poettering-Hassern abgesehen, gab es auch zahlreiche relevante Streitpunkte. Unter anderem bemängelten diverse Entwickler die Geschwindigkeit der Implementierung.

Nun meldete sich am Wochenende wieder Kroah-Hartman zu Wort und verkündete, dass er und das hinter kdbus stehende Team keine Notwendigkeit sehen, Innovationen verfrüht in den Kernel zu implementieren. Man wolle stattdessen einen weiteren Merge-Zyklus abwarten und die noch ausstehenden Ungereimtheiten analysieren. »Wir haben Distributionen gefragt, ob sie kdbus testen könnten, und haben bereits Rückmeldungen von realen Testern erhalten«, so Kroah-Hartman in seiner E-Mail. Diese Rückmeldungen werden nun für Korrekturen und Optimierungen genutzt.

Konkret bedeutet die Verschiebung des Pull-Requests um einen Zyklus, dass mit einer Aufnahme von kdbus wohl erst in Kernel 4.3 gerechnet werden kann. Ob sie allerdings auch tatsächlich stattfinden kann, bleibt noch immer offen, denn auch liberale Geister, wie Torvalds, sind mit der Lösung noch nicht vollends glücklich.

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