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Mi, 8. Juli 2015, 12:35

Software::Systemverwaltung

Gummiboot als eigenständiges Projekt eingestellt

Nachdem Lennart Poettering und Kay Sievers vor einiger Zeit verkündet hatten, den UEFI-Bootloader »Gummiboot« in systemd aufzunehmen, ist nun das offizielle Gummiboot-Projekt für tot erklärt worden.

Larry Ewing

Bereits Anfang des Jahres hatten die systemd-Entwickler Lennart Poettering und Kay Sievers angekündigt, den UEFI-Bootloader »Gummiboot« in systemd aufnehmen zu wollen. Dazu sollte Gummiboot so angepasst werden, dass dessen Verwendung eine Option bleibt, damit Anwender bei Bedarf auch andere Lösungen integrieren können. Poettering erklärte aber auch, dass die Werkzeuge von systemd mit Gummiboot kommunizieren müssten, damit die Sicherheitskette von Secure Boot aufrechterhalten werden kann, wobei es mit Bootctl bereits ein Programm gebe, das verschiedene Informationen wie unter anderem den Secure Boot-Status anzeigen könne.

Der Schritt war laut Poettering notwendig, damit man die vollständige für Secure Boot erforderliche Sicherheitskette umsetzen könne. Poettering machte allerdings bereits im Zuge diverser Vorträge klar, dass Secure Boot per Definition nicht schlecht sei. Die Lösung lasse sich unter anderem dazu verwenden, den eigenen Rechner mit eigenen Schlüsseln abzusichern – sei es vor Zugriffen Dritter oder aber vor schadhafter Software.

Kay Sievers, einer der treibenden Kräfte hinter Systemd, aber auch Gummiboot, hat nun den Bootloader offiziell für tot erklärt. Mit einem Commit hat der Entwickler gestern alle Dateien aus dem Projekt entfernt und den »Simple EFI boot loader« als veraltetet deklariert.

Gänzlich verschwunden ist Gummiboot allerdings nicht, denn es findet sich weitgehend unberührt als eine optionale Komponente in der im Mai freigegebenen Version 220 von systemd wieder. Das Kommando bootctl wurde – wie angekündigt - aktualisiert, so dass es ab der neuen Version auch »systemd-boot«, wie der neue Namen von Gummiboot nun lautet, unterstützt.

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