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Fr, 10. Juli 2015, 10:10

Software::Virtualisierung

VirtualBox 5.0 erschienen

Oracle hat die Virtualisierungssoftware VirtualBox in der Version 5.0 freigegeben. Neben Leistungssteigerungen und Unterstützung für neuere Hardware und Betriebssysteme bietet die neue Version auch Paravirtualisierung und eine optionale transparente Verschlüsselung der Disk-Images an.

VirtualBox 5.0 unter Ubuntu 14.04 LTS mit Linux Mint 17.1 als Gastsystem

Oracle

VirtualBox 5.0 unter Ubuntu 14.04 LTS mit Linux Mint 17.1 als Gastsystem

VirtualBox ist eine virtuelle Maschine für Desktop- und Server-Rechner, die einen virtuellen 32- oder 64-Bit-PC zur Verfügung stellt. Die neue Version 5.0 ist die erste seit Version 4.3 vom Oktober 2013, die nicht nur Korrekturen vornimmt, und enthält daher zahlreiche Änderungen. Zu den größten Änderungen zählen die Paravirtualisierung, die Gastsysteme merklich beschleunigen soll, eine optionale transparente Verschlüsselung der Disk-Images, die den sicheren AES-Algorithmus mit 256 Bit verwendet, Unterstützung von USB 3.0, Drag and Drop zwischen Host- und Gastsystemen, Nutzung von neuen CPU-Instruktionen und die Unterstützung der neuesten Betriebssystemversionen.

VirtualBox 5.0 kann nun nach Angaben von Oracle die eingebaute Virtualisierung von Host-Betriebssystemen nutzen. Mit der dadurch erreichten Paravirtualisierung sollen Gastsysteme deutlich schneller laufen. Einige neue CPU-Instruktionen werden jetzt den Gastsystemen zur Verfügung gestellt, sofern die CPU des Host-Systems diese Instruktionen anbietet. Gastsysteme können die Instruktionen nutzen, um ihren Code schneller auszuführen. Zu diesen zählen die SSE 4.1-, SSE4.2-, AVX-, AVX-2- und AES-NI-Instruktionen sowie POPCNT, RDRAND und RDSEED.

Gastsysteme können unter VirtualBox 5.0 auf USB 3.0-Geräte zugreifen und diese mit voller Geschwindigkeit nutzen. USB 1.1 und 2.0 werden weiterhin vollständig unterstützt und können optional gewählt werden. Inhalte in den Fenstern können per Drag and Drop zwischen Host- und Gastsystem kopiert werden. Ferner können Gastsysteme in einem separierten Modus gestartet werden, bei dem die virtuelle Maschine im Hintergrund läuft und das grafische Frontend sich mit diesem verbindet. Das Frontend kann wieder beendet werden, ohne die virtuelle Maschine anzuhalten.

Die virtuellen Disk-Images der Gastsysteme lassen sich jetzt optional mit dem sicheren AES-Algorithmus mit 256 Bit transparent verschlüsseln. Dies geschieht laut Oracle zur Laufzeit, so dass die Daten jederzeit von außen verschlüsselt erscheinen und vor unerlaubten Einblicken sicher sind.

Zahlreiche Verbesserungen betreffen die Oberfläche. So lässt sich die Oberfläche des Gastsystems skalieren, einschließlich 3D-Beschleunigung. Es lassen sich mehr Anpassungen vornehmen, und Unterstützung für hochauflösende Displays und Hotplugging von SATA-Festplatten wurde hinzugefügt. Nicht zuletzt wurde auch die Unterstützung der Gastsysteme erweitert. Oracle Solaris, MS Windows 10 und Mac OS X 10.10 zählen nun zu den unterstützten Systemen. Dazu kommen Oracle Linux und die meisten anderen Linux-Betriebssysteme sowie andere, auch ältere Betriebssysteme. Weitere Einzelheiten nennt das Änderungslog.

VirtualBox 5.0 ist für viele Linux-Distributionen als Binärpaket verfügbar, darüber hinaus finden sich im Downloadbereich auch Pakete für Mac OS X, Solaris, MS Windows, die Quelltexte, ein SDK sowie zugehörige Anleitungen. Während der Quellcode und die Binärpakete für die eigentliche VirtualBox unter der GPL bereitgestellt werden, sind einige Erweiterungen, die in einem Erweiterungspaket zusammengefasst sind, lediglich für die private Nutzung kostenlos und müssen ansonsten lizenziert werden.

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