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Mo, 13. Juli 2015, 16:49

Software::Distributionen::BSD::FreeBSD

FreeBSD 10.2 als Betaversion

Das FreeBSD-Projekt hat eine Betaversion von Version 10.2 des freien BSD-Betriebssystems veröffentlicht. Wie meist bei solchen Aktualisierungen flossen dabei nur weitgehend unkritische kleine Erweiterungen und Verbesserungen sowie Korrekturen ein.

Anton K. Gural/freebsd.org

FreeBSD 10.2 ist die zweite Aktualisierung des im Januar 2014 erschienenen FreeBSD 10.0. Bei der jetzt veröffentlichten Version handelt es sich erst um die erste Betaversion, die nur zum Testen gedacht ist, aber bereits einen Blick auf die Änderungen in der kommenden Version 10.2 gestattet. Die offizielle Version 10.2 könnte bereits am 31. August erscheinen. Verzögerungen sind im FreeBSD aber nicht ungewöhnlich, insbesondere könnten bei unvorhergesehenen Problemen zusätzliche Veröffentlichungskandidaten eingeschoben werden.

Die Betaversion steht jetzt als Installations-Image für x86 (32 und 64 Bit), PowerPC (32 und 64 Bit), Itanium (64 Bit), SPARC (64 Bit) und mehrere Varianten der ARMv6-Architektur zum Download bereit. Die Änderungen der neuen Version halten sich in Grenzen. Größere Änderungen sind erst wieder in FreeBSD 11.0 zu erwarten, das die größere Aufmerksamkeit der Entwickler auf sich zieht und frühestens im Juli 2016 erscheinen wird.

Seit FreeBSD 10.1 im November 2014 wurden eine Reihe von Fehlern und die bekannt gewordenen Sicherheitslücken, 14 an der Zahl, geschlossen. Einige neue Hilfsprogramme fanden ihren Weg ins Basissystem, darunter dpv, eine Fortschrittsanzeige wie bei dialog, fstyp und uefisign. Diverse andere Werkzeuge wurden erweitert oder verbessert. Aktualisierte Software in FreeBSD 10.2 Beta1 ist unter anderem Sendmail 8.15.2, Unbound 1.5.3 und OpenSSL 1.01p.

Der Kernel erhielt einige Optimierungen und neue Einstellmöglichkeiten. So wurde das Heruntersetzen der Taktfrequenz über ACPI und P4TCC standardmäßig abgeschaltet. Lesen und Schreiben von devfs setzt jetzt Zeitstempel, was über eine Einstellung abschaltbar ist, um das alte Verhalten wieder herzustellen. Die Kernel-Version kann für Jails auf einen anderen Wert gesetzt werden. Ressourcenlimits können nun mit rctl angesehen und geändert werden, was sich ebenfalls abschalten lässt. Der DRM-Code wurde auf den Stand von Linux 3.8.13 gebracht.

Der Hypervisor bhyve unterstützt jetzt TRIM-Kommandos für virtuelle AHCI-Laufwerke, und die HyperV-Treiber wurden aktualisiert. Kleinere Verbesserungen waren auch in den Speichersubsystemen und Dateisystemen zu verzeichnen.

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