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Di, 14. Juli 2015, 09:55

Software::Entwicklung

Elektra 0.8.12 erschienen

Das Entwicklerteam der Konfigurations-Bibliothek Elektra hat Version 0.8.12 freigegeben. Die größte Neuerung in dieser Version ist die Möglichkeit, Konfigurationen verzeichnis- oder projektspezifisch anzulegen.

Mirko Lindner

Inspiriert von der Windows-Registry und GConf speichert Elektra, vor über zehn Jahren unter dem Namen »Linux Registry« gestartet, Konfigurationsdaten in einer Hierarchie von Schlüssel- und Wertepaaren. Im Gegensatz zu GConf benötigt Elektra keinen Daemon und strebt die systemweite Konfiguration wie die Windows-Registry an, verwendet allerdings ein XML-Format zur Repräsentation des Konfigurationsbaumes.

Eine beispielhafte Implementation der X.org-Konfiguration mit Elektra wurde bereits im Dezember 2004 vorgestellt. Doch ist es Elektra offenbar bis heute nicht gelungen, eine größere Zahl von Projekten davon zu überzeugen, ihre bestehenden Konfigurationsmethoden zu ersetzen. Zwischen 2008 und 2014 geriet das Projekt weitgehend in Vergessenheit. Inzwischen hat die Weiterentwicklung wieder an Fahrt aufgenommen. So ist jetzt die Version 0.8.12 mit einigen größeren und zahlreichen kleineren Verbesserungen erschienen. Die Download-Möglichkeiten der neuen Version kann man der Ankündigung entnehmen.

Elektra 0.8.12 führt einen neuen Namensraum »dir« ein. Mit diesem wird die Konfiguration weiter verfeinert, sie kann nun separat für jedes Verzeichnis (oder Projekt) erfolgen. Die Einstellungen gelten dabei automatisch auch für alle Unterverzeichnisse. Die Anwendungsmöglichkeiten dieser Neuerung sind vielfältig. Viele Anwendungen, die mehrere Projekte unterstützen, nutzen neben globalen oder benutzerspezifischen Einstellungen auch projektspezifische Einstellungen. Das ist nun in Elektra abbildbar. Jede Anwendung, die Elektra verwendet, kommt automatisch in den Genuss dieser neuen Funktionalität.

Die grafische Oberfläche zum Editieren von Konfigurationen, Qt-Gui, ist jetzt in Version 0.0.7 vorhanden und erhielt einige Verbesserungen. Trotz weiterer offener Bugs wird sie von den Entwicklern bereits als für viele Zwecke gut benutzbar angesehen.

Darüber hinaus wurden in Elektra 0.8.12 nach Angaben des Teams noch zahlreiche kleinere Verbesserungen untergebracht. Details kann man in den Anmerkungen zur Veröffentlichung nachlesen. Die Programmierschnittstelle hat sich zwischen Elektra 0.8.11 und 0.8.12 nicht geändert, so dass eine vollständige Kompatibilität zwischen beiden Versionen besteht, solange man nicht den neuen Namensraum verwendet.

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