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Mi, 15. Juli 2015, 08:00

Software::Grafik

Imagination sucht Linux-Entwickler für PowerVR

Vor wenigen Wochen hat ein Entwickler von Imagination angekündigt, dass sich nach vielen Jahren ohne freien 3D-Treiber für PowerVR-Grafikprozessoren die Situation nun endlich bessern werde und eine baldige Veröffentlichung bevorstehe. Nun sucht der Hersteller einen weiteren Linux-Entwickler.

Viele Tablet-Rechner enthalten PowerVR-Grafikprozessoren

Imagination

Viele Tablet-Rechner enthalten PowerVR-Grafikprozessoren

Vor wenigen Wochen gab es eine überraschende Ankündigung von Alexandru Voica, einem Angestellten von Imagination: Ein freier Treiber für Linux sei eines der Dinge, an denen er die letzten Monate gearbeitet habe. Wenn alles gut gehe, werde er bald mehr zu berichten haben.

Von Voica selbst gibt es zur Zeit nichts Neues, dafür jetzt aber von Imagination selbst. Das Unternehmen hat eine Stelle ausgeschrieben für einen Entwickler, der an der Linux-Treiberentwicklung mitarbeiten soll. In der Ausschreibung heißt es, dass sich der Entwickler auf die Linux- und Open-Source-spezifischen Teile des Treibers konzentrieren soll - die Display-Controller, Kernel-Schnittstellen und Hardware-spezifische Teile von X, Mesa und Wayland. Ein freier Treiber wird darin nicht erwähnt, somit steht eine entsprechende Ankündigung von Imagination weiter aus.

Imagination ist Inhaber der Rechte an PowerVR, aber auch an der MIPS-Prozessorarchitektur. PowerVR ist nach Angaben des Herstellers leistungsfähig und besonders energieeffizient, weshalb die Grafikprozessoren in einer Vielzahl von Systemen, besonders Mobilsystemen und Laptops, eingesetzt werden. Man findet darunter alle Geräte, die die Poulsbo- und Moorestown-Chipsätze von Intel einsetzen, Geräte mit OMAP-Prozessoren wie Nokia N900, Motorola Droid, Archos 70, Samsung Galaxy S und Galaxy Tab und viele weitere.

Freie 3D-Treiber für PowerVR-Grafikprozessoren standen seit 2011 auf der Prioritätsliste der Free Software Foundation (FSF), wofür dedizierte Spendengelder zur Verfügung standen. Inzwischen ist dieses Unterfangen aus der Liste der Projekte verschwunden, offenbar deshalb, weil es seit langem keinen erkennbaren Fortschritt gab. Das notwendige Reverse Engineering des proprietären Treibers lieferte offenbar nicht genug Erkenntnisse über die Befehlsstruktur der Chips. So blieben komplett freie Systeme mit PowerVR bisher ein Wunschtraum.

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