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Mo, 20. Juli 2015, 08:07

Software::Systemverwaltung

Coreboot 4.1 freigegeben

Mehr als fünf Jahre nach der Freigabe von Coreboot 4.0 haben die Entwickler Version 4.1 des freien BIOS-Ersatzes veröffentlicht.

Mirko Lindner

Coreboot, früher LinuxBIOS, ist ein Projekt, das das meist proprietäre BIOS eines Rechners durch ein freies ersetzt. Ursprünglich bootete Coreboot tatsächlich einen Linux-Kernel aus dem Flash heraus. Mittlerweile aber passt der Kernel nicht mehr in die Flash-Speicher auf manchen Mainboards, sodass es nicht mehr möglich ist, Linux darin unterzubringen. Als Konsequenz trennten die Entwickler den zum Booten benötigten Code vom Linux-Kernel und benannten das Projekt Anfang 2008 in »Coreboot« um.

Mehr als fünf Jahre nach der letzten Version 4.0 steht nun mit Coreboot 4.1 eine weitgehend überarbeitete und verbesserte Version bereit. Einen wirklichen Grund für die Freigabe gebe es nicht, denn, wie Patrick Georgi auf der Liste des Projekts schreibt, seien die Änderungen so zahlreich, dass sie zu jedem anderen Zeitpunkt auch zu einer neuen Version führen könnten. Das Projekt verfuhr deshalb eher nach der Prämisse der »Rolling-Releases« und kennzeichnete erreichte Schritte nicht mit einer neuen Versionsnummer.

Ein wahlloser Commit markiert deshalb auch jetzt die Version 4.1. Diese bringt unter anderem die Unterstützung von ARM-, ARM64-, MIPS- und RISC-V-Architekturen mit sich. Neu ist zudem der direkte Zugriff auf den SPI-Speicher und die Unterstützung der cbmem-Konsole, die einen besseren Überblick über die Interna von Coreboot erlaubt. Zudem markiert die Freigabe einen Punkt, der wiederum für den Start von Neuentwicklungen und einen neuen Veröffentlichungsplan dienen soll. So sollen neue Versionen beispielsweise künftig in einem Dreimonatsrhythmus erscheinen und besser dokumentiert werden, sodass die Änderungen übersichtlicher werden.

Coreboot 4.1 kann ab sofort vom Server des Projekets im Quellcode oder als Binärdateien für diverse Mainboards, CPUs oder Systeme heruntergeladen werden.

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